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Montag, 26 Oktober, 2026
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Home Assistant Green: Einrichtung, Specs und die besten Geräte

Netzwerkkabel rein, Strom rein und Home Assistant läuft. Was die Green kann, wo sie an Grenzen stößt und welche Geräte am besten dazu passen.

Wer Home Assistant auf einem Raspberry Pi aufsetzt, beginnt mit SD-Karte flashen, Netzteil suchen und Gehäuse aussuchen. Die Home Assistant Green überspringt diese Vorarbeit: Home Assistant OS ist bereits installiert, Du steckst Netzwerkkabel und Netzteil an und öffnest eine Webseite auf Deinem Computer. Danach läuft Dein Zuhause auf einem Kästchen von 112 mal 112 Millimetern, das ohne Lüfter neben den Router passt.

Dieses Kästchen ist der Dolmetscher zwischen Deinen Geräten. Eine Lampe der einen Marke, ein Sensor der anderen und eine smarte Steckdose einer dritten sprechen jeweils ihre eigene Sprache. Home Assistant übersetzt diese Sprachen und lässt sie in Routinen zusammenarbeiten. Weil die Green diese Routinen selbst ausführt, laufen Automatisierungen mit lokalen Geräten auch dann weiter, wenn Dein Internet ausfällt.

Die Green bindet alles an, was über WLAN oder Dein Heimnetz spricht, ohne zusätzliche Hardware, und das ist ein guter Startpunkt. Setz eine Steckdose mit Energiemessung, etwa die TP-Link Tapo P110M, zwischen Wandsteckdose und Waschmaschine, lass Home Assistant den Verbrauch verfolgen und schick Dir eine Meldung, sobald die Leistung unter einen Schwellenwert fällt. Dann weißt Du, dass das Programm durch ist, auch wenn Du auf dem Dachboden sitzt. Welche Modelle Energiedaten an Home Assistant melden, zeigt der Überblick zu Matter-Steckdosen mit Strommessung. Bridges wie die Philips Hue Bridge findet Home Assistant von allein im Netzwerk, und WLAN-Steckdosen mit Matter, wie die tink Basics Smart Plug, koppelst Du per QR-Code.

tink Basics Smart Plug - Matter
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TP-Link Tapo P110M - Smart WLAN Steckdose mit Matter
Unverb. Preisempf.: € 23,90 Du sparst: € 4,95 (-21%)  Preis: € 18,95 ZUM PRODUKT
Philips Hue Bridge - Weiß
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Home Assistant Green: die Fertig-Zentrale von Nabu Casa

Die Home Assistant Green ist die offizielle Zentrale des Home-Assistant-Projekts, gebaut von Nabu Casa. Jede verkaufte Green finanziert die Weiterentwicklung der Software mit, und sie ist die Hardware, die das Projekt selbst empfiehlt, wenn jemand nichts installieren möchte. Seit die Home Assistant Yellow Ende 2025 aus der Produktion genommen wurde, ist die Green außerdem die einzige Zentrale, die Nabu Casa noch baut.

Specs und Stromverbrauch der Green

Unter dem Gehäuse arbeitet ein Rockchip RK3566 mit vier Cortex-A55-Kernen bei 1,8 GHz, dazu kommen 4 GB Arbeitsspeicher und 32 GB eMMC-Speicher. Der Speicher ist fest verlötet und lässt sich nicht erweitern, eMMC ist aber für den Dauerbetrieb gebaut und deutlich robuster als eine SD-Karte, die Tag und Nacht beschrieben wird. Der microSD-Slot dient nur der Wiederherstellung. Für Sensoren, Lampen, Steckdosen und Thermostate reicht das locker.

Auf der Rückseite sitzen ein Gigabit-Ethernet-Port, zwei USB-2.0-Anschlüsse und ein HDMI-Ausgang, der nur der Diagnose dient. WLAN und Bluetooth fehlen, ebenso ein Zigbee- oder Thread-Funkmodul. Die Green gehört also ans Netzwerkkabel, und alles, was drahtlos funken soll, kommt per USB dazu.

Der Verbrauch ist niedrig: rund 1,7 Watt im Leerlauf und 3 Watt unter Last, das sind etwa 15 bis 26 Kilowattstunden im Jahr. Einen Lüfter gibt es nicht, Du hörst sie also nicht. Stell sie drinnen auf, denn die Green ist für Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 40 Grad ausgelegt.

Home Assistant Green einrichten: von der Box zum Dashboard

In der Box liegen die Green, ein Ethernet-Kabel, ein Netzteil mit Steckern für mehrere Länder und eine Karte mit den ersten Schritten. Ein HDMI-Kabel oder eine Antenne brauchst Du für die Einrichtung nicht. Beim ersten Start braucht die Green allerdings Internet.

  1. Stell die Green in die Nähe Deines Routers oder Switches und verbinde sie mit dem Ethernet-Kabel.
  2. Steck das Netzteil in die Steckdose. Die Green hat keinen Ein-Aus-Schalter und startet von selbst, gib ihr ein paar Minuten.
  3. Öffne auf einem Computer oder Smartphone im selben Netzwerk homeassistant.local:8123 im Browser. Blockiert Dein Netzwerk .local-Namen, such die IP-Adresse der Green in der Geräteliste Deines Routers und nutze die.
  4. Wähle die Schaltfläche zum Erstellen Deines Smart Homes und leg das Besitzerkonto an.
  5. Stell Deinen Standort ein, damit Zeitzone, Einheiten und Währung stimmen, und entscheide, ob Du anonyme Nutzungsdaten teilen möchtest. Das ist standardmäßig ausgeschaltet.
  6. Home Assistant zeigt die Geräte, die es in Deinem Netzwerk gefunden hat. Füge hinzu, was Du nutzen willst, den Rest kannst Du jederzeit später ergänzen.

Bewahre die Zugangsdaten des Besitzerkontos in einem Passwortmanager auf, denn ein vergessenes Passwort lässt sich nur schwer zurücksetzen. Kommst Du von einer bestehenden Installation, wählst Du beim Anlegen des Kontos stattdessen die Wiederherstellung aus einem Backup. Prüf vorher, ob die alte Installation kleiner ist als die 32 GB der Green, und plane bei einer großen Installation 45 Minuten bis eine Stunde ein, weil Home Assistant und alle Add-ons neu installiert werden.

Home Assistant Cloud heißt ab dem Dezember-Release Home Assistant Link und ist ein optionales Abo für einfachen Zugriff von unterwegs und verschlüsselte Backups außerhalb Deines Zuhauses. Die Green läuft auch ohne, Du kannst es also später noch dazubuchen. Warum Nabu Casa den Namen ändert, steht in unserem Beitrag zum Wechsel von Cloud zu Link. Wie Du danach mit Dashboards und Automatisierungen loslegst, erfährst Du im Einsteiger-Guide zu Home Assistant.

Zigbee und Thread an der Home Assistant Green nachrüsten

Viele Sensoren, Taster und Steckdosen sprechen kein WLAN. Zigbee und Thread sind sparsame Funksprachen, mit denen Batteriegeräte jahrelang durchhalten und Geräte am Stromnetz das Signal wie in einer Staffel weitergeben. Je mehr solcher Geräte Du aufhängst, desto stabiler wird das Netz durch Dein Haus.

Die Green hat keinen der beiden Funkstandards an Bord, deshalb kommt eine Antenne in einen der USB-Anschlüsse. Die Home Assistant Connect ZBT-2 ist dafür die übliche Wahl. Sie läuft entweder mit Zigbee 3.0 oder mit Thread, aber nicht mit beidem gleichzeitig, und hängt an einem 1,5 Meter langen USB-C-Kabel, damit Du die Antenne frei von anderer Elektronik platzieren kannst. Entscheidest Du Dich für Zigbee, überlässt Du Thread einem Border Router, den Du schon hast, etwa einem HomePod mini oder einem Apple TV 4K mit Ethernet-Anschluss. Willst Du beides von der Green aus betreiben, brauchst Du zwei Antennen, und genau dafür gibt es zwei USB-Ports. Setzt Du Z-Wave ein, ist die ZWA-2 die passende Antenne.

Für Zigbee wählst Du in Home Assistant zwischen der eingebauten ZHA-Integration und Zigbee2MQTT. ZHA ist der schnellste Start, Zigbee2MQTT hat die größere Community und mehr Einstellmöglichkeiten. Für Thread macht Home Assistant aus dem Stick einen Thread Border Router, danach koppelst Du Matter-Geräte über die Matter-Integration und einen QR-Code. Den Unterschied der beiden Standards erklärt Matter & Thread im Überblick, und was das für Deine vorhandenen Geräte bedeutet, steht in Zigbee & Matter: Warum Deine alten Geräte noch jahrelang funktionieren.

Auch Bluetooth steckt nicht in der Green. Bluetooth-Geräte kommen über einen Bluetooth-Proxy herein, ein kleines ESP32-Board in Deinem Netzwerk, oder über einen USB-Dongle.

Home Assistant Green oder Raspberry Pi 5: Was passt zu Dir?

Der Raspberry Pi 5 ist der bekannteste Weg, Home Assistant selbst aufzubauen, und er hat mehr Rechenleistung als die Green. Du bekommst WLAN, Bluetooth, schnellere USB-3.0-Anschlüsse, GPIO-Pins und die Möglichkeit, eine NVMe-SSD einzubauen. Dagegen steht, dass Du Gehäuse, Netzteil, Kühlung und Speicher selbst auswählst, Home Assistant OS selbst installierst und eine microSD-Karte bei dauerndem Schreiben die Schwachstelle bleibt.

BauteilHome Assistant GreenRaspberry Pi 5 (4 GB)
ProzessorQuad-Core Cortex-A55, 1,8 GHzQuad-Core Cortex-A76, 2,4 GHz
Speicher32 GB eMMC, fest verbautmicroSD oder NVMe über Zusatzplatine
NetzwerkGigabit-EthernetGigabit-Ethernet und WLAN 5
BluetoothNeinJa, Bluetooth 5.0
USB2x USB 2.02x USB 3.0 und 2x USB 2.0
VerbrauchRund 1,7 W im Leerlauf, 3 W unter LastRund 3 bis 4 W im Leerlauf
KühlungPassiv, kein LüfterAktive Kühlung empfohlen
InstallationHome Assistant OS vorinstalliertSelbst installieren

Seit Anfang 2026 ist die Green teurer geworden, weil Arbeitsspeicher teurer wurde, und Nabu Casa rechnet damit, dass die Preise noch etwa ein Jahr schwanken. Ein Pi 5 mit Netzteil, Gehäuse und Speicher kommt dadurch kaum günstiger, der Unterschied liegt also vor allem in der Freiheit. Bist Du unsicher? Dann starte mit der Green: Ein Backup spielst Du später problemlos auf anderer Hardware wieder ein. Liegt bei Dir noch ein Mini-PC herum, kannst Du Home Assistant OS auch mit dem neuen Home Assistant Installer per USB-Stick einrichten, auch wenn der noch in der Alpha-Phase steckt.

Die Grenzen der Green

Für Lampen, Sensoren, Steckdosen, Thermostate und smarte Schlösser reicht die Green locker. Anders sieht es bei schwereren Aufgaben aus: Mehrere Kameras mit Objekterkennung, etwa über Frigate, oder eine sehr große Installation mit vielen Geräten, die jede Sekunde einen Wert melden, brauchen mehr Rechenleistung und Speicher, als die Green bietet. Wer das vorher weiß, wählt besser einen Mini-PC.

Auch die festen 32 GB verdienen Aufmerksamkeit. Home Assistant schreibt jede Zustandsänderung in eine Datenbank, und bei Sensoren, die alle paar Sekunden messen, kann das ordentlich anwachsen. Speichere deshalb weniger Verlauf im Recorder, schließe rauschende Sensoren davon aus und lege Deine Backups außerhalb der Green ab, zum Beispiel auf einem NAS oder in der Cloud. Das hält den Speicher gesund, und Du kannst jederzeit zurückspielen.

Die besten Geräte für Deine Home Assistant Green

Eine Zentrale ist nur so gut wie das, was an ihr hängt. Welche Geräte zur Green passen, hängt von der Sprache ab, die sie sprechen, deshalb stehen sie hier nach Funkstandard sortiert.

Zigbee-Geräte für Home Assistant Green

Fang mit einer Zigbee-Steckdose am Stromnetz an, etwa dem OSRAM Smart Zigbee Plug, denn sie verstärkt das Netz für alle Batteriegeräte, die danach kommen. Ein Wassersensor wie der Aqara Water Leak Sensor T1 meldet Dir ein Leck unter Spüle oder Waschmaschine, bevor es teuer wird, und löst auf Wunsch eine Push-Meldung aus. Der Aqara Motion Sensor P1 schaltet das Licht im Flur, sobald jemand vorbeigeht. Alle drei koppelst Du über Zigbee mit der ZBT-2. Weitere Auswahl findest Du bei den smarten Bewegungsmeldern und den Wassersensoren.

Aqara Water Leak Sensor T1 - Smarter Wassermelder - Weiß
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Aqara Motion Sensor P1 - Smarter Bewegungsmelder - Weiß
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Thread- und Matter-Geräte für Home Assistant Green

Thread-Geräte brauchen einen Border Router, und dafür taugt die ZBT-2 im Thread-Modus oder ein HomePod mini. Ein Tür-Fenster-Sensor ist der einfachste Auslöser: Tür auf, Licht im Flur an. Der tink Basics Smart Door & Window Sensor erledigt das über Matter over Thread. Die Eve Energy ergänzt eine Steckdose mit Energiemessung, und der Eve Motion schaltet die Flurbeleuchtung, wenn jemand vorbeiläuft. Mehr Optionen findest Du bei den Tür- und Fenstersensoren und den Bewegungsmeldern.

tink Basics Matter Door & Window Sensor - Tür- und Fenstersensor - Weiß
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Eve Energy Matter - Smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung
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Heizung und Haustür automatisieren

Sobald die Basis steht, übernimmt Home Assistant das ganze Haus. Verlässt die letzte Person die Heimzone, stellst Du die Thermostate runter und das Schloss verriegelt die Haustür. Das Eve Thermo regelt einen Heizkörper per Matter over Thread, und das Nuki Smart Lock Pro lässt sich ebenfalls über Matter over Thread koppeln, damit Home Assistant sieht, ob die Tür zu ist. Welche Thermostate Matter sprechen, zeigt der Überblick zu Matter-Thermostaten. Mehr Geräte für dieselbe Routine findest Du bei den smarten Heizkörperthermostaten und den smarten Türschlössern.

Eve Thermo Matter (5. Generation) - Smartes Heizkörperthermostat
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Eve Thermo Matter (5. Gen.) - Heizkörperthermostat - 3er-Set - Weiß
Unverb. Preisempf.: € 239,85 Du sparst: € 29,90 (-12%)  Preis: € 209,95 ZUM PRODUKT

Möchtest Du noch mehr Geräte, die mit Home Assistant zusammenarbeiten, von smarten Steckdosen über Schlösser bis zu Sensoren? Entdecke bei tink die Matter- und Thread-Geräte und bau Deine nächste Automatisierung.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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