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Nabu Casa streicht das Wort Cloud sogar aus dem eigenen Logo, und das ist der Grund

Nabu Casa nennt Home Assistant Cloud künftig Home Assistant Link, weil Big Tech das Wort Cloud nach Ansicht des Unternehmens verpestet hat. Funktionen und Preis bleiben gleich, nur Name und Logo ändern sich.

Ein Wort verschwindet aus einem Abo, und sogar aus dem Logo des Unternehmens dahinter. Nabu Casa, der kommerzielle Partner von Home Assistant, streicht das Wort Cloud. Aus Home Assistant Cloud wird Home Assistant Link. Das sagt mehr über den Smart-Home-Markt aus als über einen einzelnen Dienstnamen.

Nabu Casa ändert nur den Namen

Nabu Casa hat den Schritt am 2. Oktober im Home Assistant-Blog bekannt gegeben. Wer bereits zahlt, behält dieselben Funktionen und denselben Preis: 7,50 Euro pro Monat oder 75 Euro pro Jahr. Den Großteil des Gewinns steckt das Unternehmen nach eigenen Angaben in die Open Home Foundation, die Organisation, die Home Assistant selbst pflegt. Die offizielle Umstellung ist für Dezember geplant. Bis dahin ist Nabu Casa offen für Feedback aus der Community.

Was der Dienst eigentlich macht

Link sorgt dafür, dass Du Home Assistant auch außerhalb Deines eigenen WLANs erreichst. Dafür musst Du weder Ports freigeben noch ein VPN einrichten. Derselbe Dienst kann Dein letztes Backup verschlüsselt außerhalb Deines Zuhauses aufbewahren, und das macht bei einer abgestürzten Home Assistant-Installation den Unterschied. Pflicht war das Abo nie. Home Assistant läuft vollständig lokal, und auch ein VPN funktioniert für den Fernzugriff problemlos.

Warum das Wort Cloud zum Problem wurde

Laut Nabu Casa sorgte der alte Name für Verwirrung. Manche neuen Nutzer dachten, Home Assistant Cloud sei eine Möglichkeit, Home Assistant in der Cloud zu betreiben. Das stimmte nie. Commercial Director Carl Albertsson sagt, das Unternehmen wolle Home Assistant immer lokal bei Dir zu Hause laufen lassen.

Hinzu kommt ein grundsätzlicher Punkt. Das Projekt hält nichts von cloudabhängigen Produkten, während der eigene kostenpflichtige Dienst das Wort im Namen trug. Gründer Paulus Schoutsen brachte es gegenüber The Verge kurz auf den Punkt: „Big tech ruined the cloud, so we’re out.“ Seiner Meinung nach haben smarte Produkte dem Wort einen schlechten Ruf verschafft.

Beispiele sind leicht zu finden. Google hat im vergangenen Jahr die Unterstützung für Nest-Thermostate in Europa eingestellt, und LG-Fernseher scheinen Nutzer abzuhören. Marken, die den Stecker ihrer Server ziehen, bestätigen dieses Gefühl. 2026 taten das bereits mehrere bekannte Namen, mit toten Apps und stummer Sprachsteuerung als Folge.

Eine ganze Branche sieht die Cloud anders

Home Assistant steht damit nicht allein. Auf der IFA stellten Anker und Ugreen beide Hubs vor, die sensible Daten im Haus behalten. SmartThings wird unterdessen endlich lokal. Die Richtung ist klar: Wer jetzt einen Hub oder eine Kamera auswählt, schaut kritischer darauf, was über einen Server läuft.

Was das für Dich bedeutet

Nutzt Du Home Assistant Cloud bereits, musst Du nichts tun. Abo, Preis und Funktionen bleiben gleich. Auch Deine Companion-App funktioniert einfach weiter. Hast Du kein Abo, ändert sich nichts. Home Assistant bleibt kostenlos und Open Source.

Eine Anmerkung gehört dazu. Der Name ist vor allem symbolisch. Link läuft weiterhin online, und Dein Datenverkehr läuft über Server von Nabu Casa. Das Unternehmen sagt, dieser Verkehr sei verschlüsselt und es habe keinen Zugriff auf Deine Daten. Das sind Zusagen des Herstellers selbst. Wer am liebsten alles selbst in der Hand behält, kann den Fernzugriff auch selbst einrichten.

Die größte Hürde liegt woanders

Schoutsen nennt die Komplexität von Home Assistant die größte Hürde für neue Nutzer. Die Plattform will alles möglich machen, und das macht die Erfahrung komplizierter, als viele Menschen bewältigen können. Das Projekt arbeitet deshalb an einfacheren Dashboards, einer intuitiveren Installation und generativer KI, die die schwierigsten Schritte vereinfachen soll.

Im kommenden Jahr folgt laut ihm außerdem ein neuer Hub, der Nachfolger des Home Assistant Green. Die Einrichtung soll eher der eines Philips Hue-Hubs ähneln. Vorerst handelt es sich um Pläne, nicht um ein angekündigtes Produkt. Welche Hubs schon heute ohne viel Aufwand laufen, zeigt ein Blick in die Kategorie Zentralen.

Wer nicht bis nächstes Jahr warten möchte, kann schon jetzt mit einem Hub starten, der in wenigen Minuten läuft. Die Philips Hue Bridge schließt Du an Deinen Router an, danach koppelst Du in der App direkt Deine ersten Lampen.

Wer lieber lokal automatisieren möchte, findet bei Aqara passende Hubs. Der Aqara Hub M200 unterstützt Matter, Thread und Zigbee und führt Automatisierungen auch ohne Internet aus. Wer einen Hub mit Lautsprecher und Infrarot-Blaster sucht, landet beim Aqara Hub M3. Das komplette Angebot findest Du bei den Zentralen auf tink.

Philips Hue Bridge - Weiß
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Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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