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Mittwoch, 14 Oktober, 2026
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Optimale Raumtemperatur: Die richtige Temperatur für jeden Raum

Nicht jeder Raum braucht dieselbe Wärme, und genau darin steckt viel Sparpotenzial. Wir zeigen Dir, welche Temperatur wo passt und wie Du sie ohne ständiges Nachregeln hältst.

Welche Raumtemperatur ist eigentlich optimal? Für Wohnräume gelten 19 bis 20 °C als guter Richtwert, im Schlafzimmer darf es deutlich kühler sein. In diesem Ratgeber findest Du die Werte für jeden Raum, erfährst, was für Mieter:innen als Mindesttemperatur gilt, und siehst, wie Du die Temperatur mit smarten Heizkörperthermostaten automatisch hältst.

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Optimale Raumtemperatur: Richtwerte für jeden Raum

Die Beratungsorganisation co2online empfiehlt für die einzelnen Räume die folgenden Temperaturen. Die Thermostatstufe zeigt Dir, wo Du den Regler an einem herkömmlichen Heizkörperthermostat ungefähr einstellst.

RaumEmpfohlene RaumtemperaturThermostatstufe
Wohnzimmer19 bis 20 °Cknapp unter 3
Arbeitszimmer19 bis 20 °Cknapp unter 3
Kinderzimmer19 bis 20 °Cknapp unter 3
Küche19 °Cknapp unter 3
Bad21 °Cknapp über 3
Schlafzimmer17 °Cknapp über 2
Flur16 °C2

Auf herkömmlichen Thermostaten entspricht Stufe 3 etwa 20 °C, zwischen den Stufen liegen meist rund 4 °C. Höher zu drehen bringt nichts: Auf Stufe 5 wird der Raum nicht schneller warm, er heizt nur länger weiter. Smarte Thermostate zeigen die Temperatur dagegen direkt in Grad an, das macht das Einstellen deutlich einfacher.

Die Werte sind eine Orientierung und keine Pflicht. Andere Ratgeber nennen für Wohn- und Arbeitszimmer bis zu 22 °C, und wer schnell friert, darf ein Grad draufgeben. Wichtig ist nur, dass Du die Zimmertemperatur bewusst wählst, denn jedes Grad kostet Energie.

Raumtemperatur im Wohnzimmer und Arbeitszimmer

Im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer hältst Du Dich lange auf, ohne Dich viel zu bewegen. Deshalb sind hier 19 bis 20 °C üblich, manche Quellen nennen auch 20 bis 22 °C. Wenn Du tagsüber nicht zu Hause bist, kann die Temperatur in dieser Zeit sinken und erst kurz vor Deiner Rückkehr wieder steigen.

Küche, Bad und Flur

In der Küche reichen etwa 19 °C, denn Herd und Backofen geben beim Kochen zusätzlich Wärme ab. Das Bad darf mit rund 21 °C wärmer sein, weil Du Dich dort ausziehst. Weil Du das Bad aber nur kurz nutzt, lohnt sich ein Zeitplan, der es nur zu den Duschzeiten aufheizt. Im Flur genügen 16 °C.

Temperatur im Schlafzimmer: Hier darf es kühler sein

Im Schlafzimmer empfiehlt co2online etwa 17 °C, andere Ratgeber nennen 16 bis 18 °C. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte aber nicht dauerhaft darunter fallen: Laut Umweltbundesamt steigt in der Heizsaison unterhalb von 16 bis 18 °C das Schimmelrisiko, in manchen Fällen sogar stark.

Für Kinder werden häufig 18 bis 20 °C genannt. Bei Babys nennt die Berliner Gesundheitsverwaltung für den Schlaf 16 bis 18 °C. Wenn Du Dir bei Deinem Kind unsicher bist, sprich am besten mit Eurer Kinderärztin oder Eurem Kinderarzt.

Die Heizung nachts komplett auszuschalten ist trotzdem keine gute Idee. Stark ausgekühlte Wände begünstigen Schimmel, und morgens muss die Heizung umso mehr leisten. Besser ist es, die Temperatur abzusenken, zum Beispiel per Zeitplan. Nach dem Aufstehen hilft es, das Schlafzimmer fünf bis zehn Minuten bei weit geöffnetem Fenster zu lüften, denn über Nacht gibt jeder von uns viel Wasserdampf an die Luft ab.

Mindesttemperatur in der Wohnung: Was gilt für Mieter:innen?

Eine gesetzlich festgelegte Mindesttemperatur gibt es nicht. Gerichte leiten sie aus dem Mietrecht ab, nach dem die Wohnung für den vertragsgemäßen Gebrauch geeignet sein muss. Als Orientierung gelten tagsüber (etwa 6 bis 23 Uhr) 20 bis 22 °C in den Wohnräumen und nachts rund 18 °C. Der Bundesgerichtshof hat die genaue Untergrenze zwar offengelassen, hielt aber mindestens 20 °C am Tag für angemessen.

Im Einzelfall haben Gerichte unterschiedlich entschieden, und viele Urteile sind Jahrzehnte alt. Verlass Dich deshalb nicht auf eine einzelne Zahl. Bleibt Deine Wohnung dauerhaft deutlich kälter, melde den Mangel Deinem Vermieter am besten schriftlich und mit Datum. Ein Thermometer oder ein Sensor, der den Temperaturverlauf aufzeichnet, hilft Dir dabei, die Werte zu dokumentieren. Bei konkreten Streitfällen berät Dich ein Mieterverein, denn wir ersetzen keine Rechtsberatung.

Raumtemperatur senken: So viel sparst Du, so weit kannst Du gehen

Der größte Hebel beim Heizen ist die Temperatur selbst. Nach Angaben von co2online senkt ein Grad weniger den Heizenergieverbrauch um etwa 6 %. In einem Haus mit 130 m² und Gasheizung entspricht das rund 1.000 kWh im Jahr. Weitere Spartipps findest Du in unserem Ratgeber Heizkosten sparen: Tipps für Haus, Mietwohnung & Altbau.

Zu weit solltest Du die Raumtemperatur aber nicht senken. Wird es kälter, steigt die relative Luftfeuchte. Liegt sie über Tage oder Wochen über 60 %, kann Schimmel laut Umweltbundesamt innerhalb weniger Tage wachsen. Dann gilt: Öfter stoßlüften, die Heizung nicht zu stark herunterregeln und die Luftfeuchte im Blick behalten. Bleibt sie trotzdem hoch, kann ein Luftentfeuchter helfen, wie unser Luftentfeuchter Test 2026 zeigt. Mit Temperatur- und Feuchtesensoren aus der Kategorie Heizungssensoren siehst Du beides jederzeit in der App.

Raumtemperatur messen und automatisch halten

Richtig messen: Thermostat und Sensor sind nicht dasselbe

Das Thermostat am Heizkörper sitzt direkt an der Wärmequelle und misst deshalb oft mehr, als im Raum tatsächlich herrscht. Ein separater Sensor, den Du frei im Raum aufstellst, zeigt die Raumtemperatur realistischer an. Stell ihn nicht direkt an die Heizung, ans Fenster oder in die Sonne, sonst verfälscht das den Wert. Viele Systeme können die Messwerte des Sensors außerdem nutzen, um das Thermostat genauer zu steuern.

Smarte Heizkörperthermostate: Jeder Raum bekommt seine Temperatur

Smarte Thermostate nehmen Dir das Nachregeln ab. Du legst pro Raum Zeitpläne fest, das Schlafzimmer bleibt kühl, das Bad wird morgens warm, und das leere Wohnzimmer läuft tagsüber sparsam. Viele Systeme senken die Temperatur außerdem automatisch, wenn ein Fenster geöffnet wird.

Für den Einstieg hast Du die Wahl: tado° X regelt raumweise in 0,1 °C-Schritten, Eve Thermo Matter ist Matter-kompatibel und arbeitet mit Apple Home, Google Home und Alexa zusammen, was unsere Seite zu Matter & Thread genauer erklärt. Aqara punktet mit einem günstigen Einstieg für Zigbee-Setups, und Homematic IP setzt auf ein lokales System mit eigener Zentrale. Ob die Thermostate auf Deine Ventile passen, klärt unser Ratgeber zu Adaptern für smarte Heizkörperthermostate, und welche Modelle sich im Vergleich lohnen, zeigen wir in den besten smarten Heizkörperthermostaten.

Häufige Fragen zur Raumtemperatur

Ist 20 Grad in der Wohnung zu kalt?

Nein. 20 °C gelten für Wohnräume als gängiger Richtwert, co2online nennt für Wohnzimmer 19 bis 20 °C. Wenn Du dabei friert, darfst Du ein Grad höher gehen. Rechne dann mit rund 6 % mehr Heizenergie pro Grad.

Sind 23 Grad im Wohnzimmer zu warm?

23 °C liegen über dem empfohlenen Bereich von 19 bis 20 °C. Bei rund 6 % Mehrverbrauch pro Grad sind das als grobe Faustformel etwa 18 % mehr Heizenergie als bei 20 °C. Zu hohe Temperaturen können außerdem die Luft austrocknen.

Welche Raumtemperatur ist im Winter richtig?

In Wohnräumen sind 19 bis 20 °C ein guter Wert, im Schlafzimmer 16 bis 18 °C. Nachts kannst Du die Temperatur auf etwa 18 °C absenken, in unbewohnten Räumen wie dem Flur reichen 16 °C.

Fazit

Die optimale Raumtemperatur hängt vom Raum ab: etwa 19 bis 20 °C im Wohnzimmer, 21 °C im Bad und 16 bis 18 °C im Schlafzimmer. Wer die Werte bewusst wählt, spart pro Grad rund 6 % Heizenergie, ohne zu frieren. Zu kalt sollte es aber nicht werden, sonst steigt das Schimmelrisiko. Damit Du die Temperatur nicht ständig von Hand anpassen musst, lohnen sich smarte Heizkörperthermostate und Sensoren aus der Kategorie Heizungssensoren.

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Marc
Marc
Marc ist seit 2019 bei tink. Seit 2025 leitet er die Redaktion des tink Blogs und 2026 hat er die Leitung des Video- und Social Media-Teams übernommen. Im Smart Home setzt er auf die Sprachsteuerung mit Google Gemini sowie auf die smarten Geräte von tado° und Philips Hue. Aber auch die Sonos-Lautsprecher haben es ihm angetan. Dank Matter erweitert er sein Ökosystem jetzt auch um eve, Aqara & Co.

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