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Donnerstag, 29 Oktober, 2026
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Anker SOLIX PowerOS: Deine Solarbank jagt bald selbst negative Strompreise

Selbstlernendes Laden, ein Jäger für negative Strompreise und eine offizielle Anbindung an Home Assistant und Homey: Das bringt das PowerOS-Update für Deine Solarbank.

Eine Solarbank, die selbst ausrechnet, wann Strom fast nichts kostet, und den Speicher genau dann auffüllt: Das verspricht das neue Anker SOLIX PowerOS-Update. Dazu kommt eine offizielle Anbindung an Home Assistant und Homey, damit der Speicher auch Spülmaschine und Boiler ansteuern kann.

Das Update wird ab Oktober in Etappen ausgerollt. Alles zu Anker SOLIX PowerOS in diesem Artikel stammt aus der Ankündigung von Anker, die Prozentwerte sind also Herstellerangaben. Wie sie bei Deiner Solarbank ausfallen, merkst Du erst, wenn die Funktionen tatsächlich auf dem Gerät laufen.

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Anker SOLIX PowerOS lädt Deinen Speicher nach Strompreis

Tariff Auto-Match erkennt Deinen Tarif selbst

Mit Tariff Auto-Match prüft PowerOS selbst, welche Art von Tarif Du hast: einen Festpreis, einen zeitvariablen Tarif (Time-of-Use) oder einen dynamischen Tarif auf Börsenbasis, etwa über Tibber, Amber, Kraken oder EPEX SPOT. Das spart Einrichtungsarbeit und verhindert, dass der Speicher nach den falschen Preisen steuert.

Der Negative Price Hunter für Deutschland und die Niederlande

Für Deutschland und die Niederlande gibt es den Negative Price Hunter. Er konzentriert sich auf die Stunden, in denen der Börsenpreis unter null fällt. Der Speicher lädt sich dann auf, wenn Strom kaum etwas kostet, und Du musst in den teuren Abendstunden weniger zukaufen. Wie viel davon bei Dir ankommt, hängt davon ab, ob Dein Tarif die niedrigen Stundenpreise überhaupt weitergibt. Wie sich Speicher und Börsenpreise in der Praxis verbinden lassen, zeigt unser Artikel zum Homey-Heimspeicher mit dynamischen Preisen.

Beim Timing ist Vorsicht geboten. Anker schaltet die Nordpool-Anbindung in der Anker-App am 31. Dezember ab und empfiehlt Auto Tariff als Ersatz. Wenn Du heute noch auf Nordpool setzt, prüfe rechtzeitig, ob die Tarifwahl zu Deinem echten Vertrag passt. Alle Details stehen in unserem Artikel zum Ende von Nordpool bei Anker.

Vorausschauen statt reagieren

Die Self-Learning Engine plant Laden und Entladen nicht mehr getrennt voneinander. Sie legt Wetter- und Sonnenprognose neben den Verbrauch Deines Haushalts und den aktuellen Strompreis und steuert den Speicher danach. Am ehesten lässt sich das mit einem Thermostat vergleichen, das neben der Raumtemperatur auch den Wetterbericht von morgen und Deine Gewohnheiten berücksichtigt. Laut Anker spart der Smart-Modus Haushalten mit dynamischem Tarif bis zu 30 Prozent mehr. Was am Ende bei Dir übrig bleibt, hängt von Tarif, Verbrauch und Anlage ab.

Bei größeren PV-Anlagen kommt die Solar Clipping Optimization (Full Sun Capture) dazu. Der Speicher entlädt sich dann gezielt vor dem sonnigen Mittag, damit zur Spitze genug Platz im Speicher ist. Das funktioniert wie bei einem Eimer, den Du leerst, bevor es regnet: Lässt Du ihn voll stehen, läuft er über und der Rest geht verloren. Laut Anker holst Du so bis zu 25 Prozent mehr Solarstrom aus Deinen Modulen heraus, statt ihn vom Wechselrichter abregeln zu lassen.

Ein paar Benachrichtigungen ergänzen das Ganze. Der Surplus Alert kündigt einen Tag vorher an, dass ein Solarüberschuss ansteht, und meldet sich in Echtzeit, sobald es so weit ist. Das hilft, Spülmaschine oder Trockner im richtigen Moment zu starten. Der Proactive Risk Alert füllt den Speicher bei Gewitter oder Netzproblemen vorab auf, sofern Dein Modell Notstrom unterstützt. Der Device Risk Alert ist eine KI-Diagnose, die Ladeeffizienz und Akkugesundheit überwacht und bei Problemen Schritt für Schritt hilft.

Welche Solarbank bekommt was, und wann?

Der Rollout läuft in drei Schritten. Im Oktober starten die ersten Funktionen, im November folgt die offizielle Anbindung an Home Assistant und Homey und im Dezember die zweite Ausbaustufe von Anker SOLIX PowerOS. Sie bringt das Intent-Aware Energy Management: Du sagst in normalen Worten, dass Besuch kommt, Du im Homeoffice arbeitest oder in den Urlaub fährst, und das System schlägt eine Strategie vor, die Du bestätigst. Dazu kommt der Proactive Daily Energy Report, eine kurze Tageszusammenfassung zu Ersparnis und Ertrag.

Die Basisfunktionen wie die Warnmeldungen kommen laut Anker für alle zehn Modelle. Die komplexen KI-Algorithmen und die Tarifautomatik sind für die neueren Modelle gedacht, die offizielle Anbindung kommt nur für die größeren Systeme. Die Übersicht basiert auf der Ankündigung von Anker, wobei sich die Staffelung noch verschieben kann:

ModellWarnungen und BasisfunktionenKI und TarifautomatikHome Assistant und Homey
Solarbank E1600janeinnicht genannt
Solarbank 2-Seriejaneinnicht genannt
Solarbank 3 Projajanicht genannt
Solarbank 4 Projajaja
Solarbank Max und Max ACjajaja
XE und XE ACjajaja

Wer gerade mit einem neuen Speicher liebäugelt, sollte das Modell also mitbedenken. Einen Überblick über das Sortiment findest Du in unserer Kategorie für Energiespeicher, und wer auch ohne Batterie mehr aus seinem Solarstrom holen will, findet Ideen in unserem Artikel zu 7 Geräten für mehr Eigenverbrauch.

Home Assistant und Homey: Deine Solarbank als Trigger

Das Prinzip ist einfach. Sobald die Module mehr erzeugen, als das Haus verbraucht, oder der Speicher voll ist, meldet die Solarbank das an Dein Smart-Home-System. Das System ist der Dirigent: Es schaltet ein Gerät ein, das diesen Strom nutzen kann, von der Waschmaschine über den Heizstab im Boiler bis zur Klimaanlage. Anker kündigt die offizielle Anbindung ab November an, mit weiteren Plattformen im Laufe des Monats.

Home Assistant: lokal über Modbus

Die offizielle Integration ist bereits online und arbeitet lokal über Modbus TCP, also ohne Cloud. Die Daten werden alle fünf Sekunden abgerufen. In der Anker-App aktivierst Du Modbus in den Einstellungen für die Drittanbieter-Steuerung, danach fügst Du in Home Assistant die Integration mit der IP-Adresse Deiner Solarbank hinzu, und das System erkennt das Modell selbst. Vergib dem Gerät in Deinem Router eine feste IP-Adresse, dann bleibt die Verbindung stabil. Funken sich Home Assistant und die Anker-App gegenseitig dazwischen, haben die Befehle aus Home Assistant Vorrang, solange der Modus „Third-Party Controlled“ aktiv ist. Noch neu bei der Plattform? Dann starte mit unserem Artikel zum Home Assistant Green.

Homey: schon lokal und jetzt auch offiziell

Für Homey gibt es seit September eine App, die lokal mit der Solarbank spricht, wie Du in unserem Artikel zu Anker SOLIX lokal mit Homey nachlesen kannst. Mit der Ankündigung nimmt Anker Homey auch in die offizielle Liste auf. Hast Du Homey noch nicht im Haus, ist der Homey Pro (2026) die vollwertige Zentrale, der Homey Pro mini die kompakte Variante und der Homey Ethernet-Adapter die Ergänzung für alle, die ihre Zentrale lieber per Kabel als per WLAN anbinden.

Vom Überschuss zur Aktion

Ein Smart-Home-System kann nur schalten, was auch smart ist. Eine Routine, die in der Praxis gut funktioniert: Liegt der Speicher über 95 Prozent und fließen länger als fünf Minuten mehr als 300 Watt ins Netz, schaltet Dein System eine Steckdose ein, zum Beispiel für die Waschmaschine. Die Steckdose muss dafür smart sein, Du brauchst also smarte Steckdosen mit Verbrauchsmessung. Die Eve Energy arbeitet über Matter direkt mit Home Assistant und Homey zusammen, auch die Tapo P110M lässt sich einbinden. Prüfe aber die maximale Leistung der Steckdose, bevor Du einen Heizstab daran hängst.

Wer ein E-Auto lädt, geht als Nächstes den Schritt zur Wallbox, die sich nach dem Solarüberschuss richtet. Die Anker SOLIX Wallbox V1 stammt aus demselben Ökosystem.

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Eve Energy Matter - Smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung
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Eine gut eingestellte Solarbank, eine Zentrale wie Homey oder Home Assistant und ein paar smarte Steckdosen: Mehr brauchst Du nicht, um Deinen Solarstrom selbst arbeiten zu lassen. Willst Du das System abrunden? Dann wirf einen Blick auf das gesamte Sortiment von Anker SOLIX bei tink, von Energiespeichern bis zur Wallbox, und auf smarte Steckdosen für die Routinen.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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