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Homey AlphaESS: Heimspeicher laden, wenn der Strom günstig ist

Speicher laden, wenn die Börse billig ist, und entladen, wenn der Preis steigt: Mit der offiziellen AlphaESS-App erledigt Homey das per Flow, ganz ohne Handarbeit in der Hersteller-App.

Ein Heimspeicher arbeitet ab Werk nach einem simplen Prinzip: Überschüssiger Solarstrom geht in den Akku, bei Bedarf kommt er wieder heraus. Mit einem dynamischen Stromtarif reicht das nicht mehr, denn der Preis schwankt über den Tag, und der Speicher weiß davon nichts. Genau diese Lücke schließt die offizielle AlphaESS-App für Homey. Sie bringt den Speicher in Deine Flows, und damit entscheidet der Strompreis, wann geladen und wann entladen wird.

Homey AlphaESS: Das kann die App

Die App läuft über Deinen AlphaESS-Account und steht kostenlos im Homey App Store. Du brauchst Homey in Version 12.13.0 oder neuer. Unterstützt werden Homey Pro, Homey Pro mini, Homey Cloud und der Homey Self-Hosted Server.

Überwachen: AlphaESS im Homey-Dashboard

Nach der Einrichtung taucht der Speicher in Homey Energy auf. Du siehst den Ladestand, die aktuelle Lade- und Entladeleistung, die gespeicherte und verbrauchte Energie sowie Solarproduktion, Hausverbrauch und Netzfluss. Zwei Widgets, Battery und Energy Flow, holen die Werte auf Dein Dashboard oder auf den Homescreen der Mobile-App. Hast Du Solarwechselrichter oder Wallboxen schon in Homey eingebunden, laufen alle Energieflüsse an einer Stelle zusammen.

Steuern: Befehle für Deine Flows

Spannender als die Anzeige sind die Steuerbefehle. Aus Homey heraus kannst Du den Speicher laden, entladen oder pausieren, eine Zielleistung oder einen Ziel-Ladestand vorgeben und Zeitfenster für heute oder morgen planen. Dazu kommen die Flow-Karten: Trigger melden zum Beispiel, wenn der Speicher zu laden beginnt, die Anlage ins Netz einspeist oder ein Steuerbefehl fehlschlägt. Als Bedingung fragst Du ab, ob der Speicher gerade lädt, wie hoch der Ladestand ist und ob die Solarproduktion über einem Schwellwert liegt. Zeitlich begrenzte Eingriffe bleiben dabei Ausnahmen: Nach Ablauf kehrt der Speicher laut Ankündigung in den normalen Eigenverbrauchsmodus zurück.

Dynamische Strompreise als Taktgeber für Deinen Speicher

Homey Energy kennt dynamische Strompreise für Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Norwegen und Schweden. Die Preise stammen von den europäischen Strombörsen, stündlich oder dort, wo es verfügbar ist, im 15-Minuten-Takt. Auf den Börsenpreis rechnest Du feste Aufschläge und Mehrwertsteuer oder eine eigene Formel, sodass in Homey am Ende Dein echter Preis pro Kilowattstunde steht. Auf Homey Pro ist die Funktion ab Firmware 12.6.0 ohne Zusatzkosten dabei, Homey Cloud braucht dafür ein Premium-Abo. Vorausgesetzt ist natürlich ein dynamischer Stromtarif bei einem Anbieter Deiner Wahl.

Aus Preis und Speicherbefehlen lassen sich drei Routinen bauen, die im Alltag den größten Unterschied machen.

Routine 1: Laden in der Preissenke

Der Trigger ist der Strompreis, der unter Deinen Schwellwert fällt, etwa nachts oder mittags bei viel Wind und Sonne. Der Flow lädt den Speicher dann auf ein Ziel von rund 80 bis 90 Prozent. Eine Bedingung sorgt für den Feinschliff: Liefert die Solaranlage gerade schon über einem bestimmten Wert Strom, braucht der Speicher keinen Netzstrom, denn dann füllt ihn die Sonne gratis. Steigt der Preis wieder, beendet ein zweiter Flow den Ladevorgang.

Routine 2: Entladen in der Abendspitze

Umgekehrt gibt der Speicher Strom ab, sobald der Preis über dem Schwellwert und der Ladestand über Deinem Mindestwert liegt, zum Beispiel bei 20 Prozent. Der Flow setzt dafür einen Entladebefehl mit Ziel-Ladestand. Wichtig ist der Abstand zwischen beiden Preisschwellen: Homey rechnet in seiner Anleitung bei Lithium-Ionen-Speichern grob mit 85 Prozent Wirkungsgrad, jede Verschiebung kostet also etwas Energie. Der Preisunterschied muss diesen Verlust mehr als ausgleichen, und ständige Mini-Zyklen schonen den Akku auch nicht.

Routine 3: Speicher und Wallbox sortieren

Lädt Dein E-Auto zur selben Zeit wie der Speicher, ziehen beide Strom aus dem Netz. Sinnvoller ist eine Reihenfolge: Das Auto lädt in der günstigen Stunde, der Speicher pausiert oder lädt mit gedrosselter Zielleistung. Genau dafür gibt es in der App den Pausenbefehl und die Zielleistung. Wie Homey mit Wallboxen und Wärmepumpen über Matter 1.5 umgeht, steht in unserem Artikel zur Matter-1.5-Zertifizierung. Ob ein Modell als eigene App oder per Matter in Homey ankommt, prüfst Du im Homey App Store. Eine Auswahl an Wallboxen für solche Routinen findest Du hier:

Heidelberg Wallbox Connect.Solar 11kW Typ 2 Ladekabel 5m - Schwarz
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Anker SOLIX Wallbox V1 - Ladegerät für E-Autos als Steckdosen-Version - 22kW - Schwarz
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Homey AlphaESS: Cloud, Modelle und Stolpersteine

Die AlphaESS-App ist cloudbasiert. Auch wenn Dein Homey Pro Flows lokal ausführt, laufen die Speicherbefehle über die AlphaESS-Cloud, und ohne Internetverbindung steht die Steuerung. Das ist der Unterschied zur lokalen Modbus-Kopplung von Anker SOLIX, die direkt im Heimnetz funktioniert, dafür aber nur auf Homey Pro, Pro mini und Self-Hosted Server. Wie das genau läuft, haben wir in unserem Artikel zur Anker-SOLIX-Kopplung per Modbus beschrieben.

Ob alle Funktionen bei jedem AlphaESS-Modell ankommen, verrät die Ankündigung nicht. Homey nennt in seiner Speicher-Übersicht die Smile G3, eine modulare LFP-Serie mit Modulen zu 3,65 und 7,8 kWh nutzbarer Kapazität und laut Hersteller bis zu 46,8 kWh im Ausbau. Bei einem anderen Modell lohnt der Blick in die Beschreibung der App, bevor Du Flows darauf baust.

AlphaESS-Speicher gibt es nicht bei tink, sie laufen über zertifizierte Installateure. Wer sich einen Speicher lieber selbst ins Haus holt, schaut bei Anker SOLIX oder EcoFlow vorbei, gesammelt in der Kategorie Energiespeicher. Prüf vor dem Kauf, welche Modelle die jeweilige Homey-App abdeckt. Und ob sich ein Speicher bei Deinem Verbrauchsprofil überhaupt rechnet, hängt vom Einzelfall ab: Alternativen ohne Akku haben wir in unserem Artikel zum Eigenverbrauch ohne Batterie zusammengestellt.

Welcher Homey passt zu diesen Routinen?

Die AlphaESS-App läuft auf jeder Homey-Variante, auch wenn sich die Modelle bei den Funkstandards unterscheiden. Der Homey Pro bringt Matter, Thread, Zigbee, Z-Wave, Bluetooth, Infrarot, 433 MHz und WLAN mit und deckt gemischte Haushalte am besten ab. Der Homey Pro mini ist die kompaktere lokale Variante mit Matter, Thread, Zigbee und Ethernet. Für Z-Wave, Bluetooth, Infrarot und 433 MHz ergänzt Du die Homey Bridge. Wer erst einmal ohne Hardware testen will, startet mit Homey Cloud, verzichtet dort aber auf Matter, Thread und lokale LAN-Geräte. Einen ausführlichen Vergleich findest Du in unserem Homey-Test.

Homey Pro - Smart Home Hub
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Homey Bridge
Unverb. Preisempf.: € 69,00 Du sparst: € 0,05  Preis: € 68,95 ZUM PRODUKT

Sobald Speicher, Wallbox und Heizung nach dem Strompreis spielen sollen, braucht es eine Zentrale, die alles im Takt hält. Das passende Zubehör, vom Hub bis zu Steckdosen mit Verbrauchsmessung, findest Du in der Übersicht der Homey-Produkte auf tink.de.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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