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Alles, was Du zum Thema Photovoltaik wissen solltest

Photovoltaik . das ist die Technologie, mit der Sonnenlicht direkt in Strom umgewandelt wird. Ob als Dachanlage fürs Eigenheim, als Balkonkraftwerk für die Mietwohnung oder als Teil einer intelligenten Smart Home-Lösung: Solarenergie ist für immer mehr Menschen eine echte Option. Trotzdem herrscht nicht immer Klarheit darüber, wie die Technik funktioniert, was sie kostet und was der Gesetzgeber vorschreibt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen kompakt und verständlich.


Was ist Solarenergie?

Solarenergie ist Energie, die aus Sonnenlicht gewonnen wird. Die Sonne stellt eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle dar. Kein Wunder also, dass diese Art der Energiegewinnung immer beliebter wird. Solarenergie hilft dabei, schädliche Emissionen und Treibhausgase zu vermeiden.

Im privaten Bereich hat sich vor allem der Begriff Photovoltaik (kurz: PV) durchgesetzt. Er beschreibt die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom – im Unterschied zur Solarthermie, die Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung nutzt. Mehr zu diesem Unterschied erfährst Du in unserem Artikel zu Photovoltaik und Solarthermie.

Vor allem im Smart Home wird Photovoltaik immer relevanter: Ein wirklich intelligentes Zuhause ist nicht nur vernetzt, sondern produziert auch seinen eigenen Strom.


Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk (auch: steckerfertiges Solargerät oder Mini-PV-Anlage) besteht aus einem oder mehreren Solarmodulen und einem Mikrowechselrichter. Du schließt es an eine haushaltsübliche Steckdose an, und der erzeugte Strom fließt direkt in Deinen Haushaltsstromkreis. Das senkt den Bezug aus dem Netz und damit Deine Stromrechnung.

Balkonkraftwerke eignen sich besonders für Mieter:innen und Menschen ohne eigenes Dach. Sie lassen sich auf Balkonen, Terrassen, Flachdächern oder an Fassaden montieren und beim Umzug einfach wieder abbauen und mitnehmen.

Was ist seit 2024 erlaubt?

  • Maximale Einspeiseleistung: 800 Watt (seit der Gesetzesänderung 2024; vorher 600 W)
  • Anmeldung: Nur noch beim Netzbetreiber; der Eintrag im Marktstammdatenregister ist empfohlen, aber stark vereinfacht
  • Vermieter:innen müssen der Installation grundsätzlich zustimmen – ein Anspruch auf Zustimmung bei baulich schonender Installation besteht seit 2024

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Eine PV-Anlage wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um. Die Kernkomponente sind die Solarzellen, meist aus Silizium gefertigt. Wenn Licht auf die Zellen trifft, werden Elektronen angeregt – es entsteht zunächst Gleichstrom. Da Haushaltsgeräte und das Stromnetz Wechselstrom benötigen, wandelt ein Wechselrichter den Gleichstrom um. Danach kann der Strom im Haushalt genutzt, in einem Batteriespeicher gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.


Wie installiert man eine PV-Anlage?

Balkonkraftwerke sind echte Plug-and-Play-Geräte: Montieren, anschließen, fertig. Eine Fachkraft ist in der Regel nicht erforderlich.

Dachanlagen sind aufwendiger: Hier kümmern sich Fachbetriebe um Planung, Statikprüfung, Montage, Wechselrichter-Installation und Netzanmeldung. Wer das Rundum-Paket sucht – von der Planung bis zur Inbetriebnahme – findet es bei tink.energy: Solaranlagen werden von regionalen Meisterbetrieben installiert, die Förderanträge werden mit begleitet.


Was beeinflusst die Effizienz einer Solaranlage?

  • Ausrichtung: Südausrichtung ist ideal. Ost-West-Dächer erzeugen tagsüber gleichmäßiger Strom.
  • Neigungswinkel: Optimal sind in Deutschland etwa 30 bis 35 Grad.
  • Standort: Die Globalstrahlung liegt in Deutschland zwischen ca. 900 und 1.300 kWh/m² pro Jahr – Süddeutschland hat deutliche Vorteile gegenüber dem Norden.
  • Bewölkung und Verschattung: PV-Anlagen erzeugen auch bei bewölktem Himmel Strom, aber deutlich weniger als bei direkter Sonneneinstrahlung.
  • Zelltyp: Monokristalline Zellen sind effizienter, polykristalline günstiger. Mehr dazu im Artikel Photovoltaik und Solarthermie.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Kosten hängen von Größe, Technik und Anbieter ab:

  • Balkonkraftwerk (600 bis 800 W): ab ca. 300 bis 600 € für einfache Sets
  • Dachanlagen für Einfamilienhäuser: typischerweise 10.000 bis 20.000 € je nach Leistung und Zusatzkomponenten

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für PV-Anlagen bis 30 kWp und deren Speicher ein Mehrwertsteuersatz von 0 %: das macht Anlagen rund 19 % günstiger als noch 2022.

Eine ausführliche Kostenaufstellung mit Amortisationsrechnung findest Du in unserem Artikel zu den Kosten einer Solaranlage.


Wie lange hält eine Solaranlage?

Die meisten Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren auf ihre Module. Mit regelmäßiger Wartung (vor allem Reinigung der Paneele) können Anlagen auch darüber hinaus wirtschaftlich betrieben werden. Die Wechselrichter haben in der Regel eine kürzere Lebensdauer (10 bis 15 Jahre) und müssen ggf. ausgetauscht werden.


Wie groß sollte der Speicher einer PV-Anlage sein?

Ein Batteriespeicher ermöglicht es, tagsüber erzeugten Strom auch abends und nachts zu nutzen – und steigert so den Eigenverbrauch erheblich. Für die Dimensionierung gibt es zwei Faustregeln:

  • Regel 1: Ca. 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch
  • Regel 2: Ca. 60 % des durchschnittlichen täglichen Verbrauchs als nutzbare Speichergröße

Beispiel: Bei 4.000 kWh Jahresverbrauch und ca. 11 kWh Tagesverbrauch wären rund 6,5 kWh Speicherkapazität sinnvoll.


Wann lohnt sich eine Solaranlage?

Eine PV-Anlage lohnt sich, wenn die erzeugte Energie über die Lebensdauer der Anlage mehr wert ist als die Investitionskosten. Faustformel: Amortisation nach etwa 8 bis 15 Jahren, je nach Anlage, Eigenverbrauchsquote und Strompreis. Bei einer Lebensdauer von 25-30 Jahren folgen dann Jahre des reinen Gewinns.

Wichtig: Je mehr vom erzeugten Strom selbst verbraucht wird (Eigenverbrauch), desto wirtschaftlicher ist die Anlage – denn Du sparst teuren Netzstrom (ca. 30-35 Cent/kWh), statt den Überschuss für ca. 7-8 Cent/kWh einzuspeisen. Ein Speicher und intelligente Verbrauchssteuerung erhöhen den Eigenverbrauch deutlich.

Mehr zu den Vorteilen liest Du in unserem Artikel Warum sich eine Solaranlage lohnt.


Wie bekommt man die Mehrwertsteuer bei einer PV-Anlage zurück?

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp sowie für Stromspeicher ein Nullsteuersatz (0 % MwSt.). Du zahlst also keine Mehrwertsteuer und musst sie auch nicht zurückfordern. Wer 2022 noch 19 % bezahlt hat, konnte diese über die Steuererklärung (Vorsteuerabzug) zurückfordern.


Solaranlage aus einer Hand: tink.energy

Du möchtest eine Solaranlage fürs Eigenheim installieren, ohne Dich um jedes technische Detail zu kümmern? Mit tink.energy bekommst Du die komplette Lösung: von der persönlichen Beratung und individuellen Planung über die Installation durch regionale Meisterbetriebe bis hin zur Förderbeantragung.

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Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt?

Seit der Gesetzesänderung 2024 gelten in Deutschland folgende Regeln für Balkonkraftwerke:

  • Maximale Einspeiseleistung: 800 Watt (Wechselrichter-Ausgangsleistung)
  • Anmeldung: Nur beim zuständigen Netzbetreiber – der Prozess wurde stark vereinfacht
  • Zähler: Ältere Zähler ohne Rücklaufsperre können bei einem Energieversorger gegen einen modernen Zweirichtungszähler getauscht werden
  • Vermieter: Müssen der Installation bei baulich schonender Ausführung grundsätzlich zustimmen
  • Versicherung: In vielen Fällen ist das Balkonkraftwerk über die Hausrat- oder Haftpflichtversicherung mitgedeckt – bitte individuell prüfen

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Anton
Anton
Anton ist seit 2022 im Blog-Team von tink und hat seitdem 125+ Artikel verfasst. Zu seinen Lieblingsprodukten gehören vor allem Smart Speaker von Sonos. Bei smarten Lampen setzt Anton bewusst auf die Leuchtmittel von tink Basics.

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