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Montag, 26 Oktober, 2026
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StartKategorienSmarte EnergieHeizungsgesetz 2026: Was jetzt für Deine Heizung gilt

Heizungsgesetz 2026: Was jetzt für Deine Heizung gilt

Das Heizungsgesetz heißt seit Ende Juli 2026 anders und verlangt weniger, als viele noch im Kopf haben. Was jetzt für Deine Gas-, Öl- oder Wärmepumpenheizung gilt, steht hier.

Lange hielt sich in vielen Köpfen der Satz, dass jede neue Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbarer Energie laufen muss. Dieser Satz gilt nicht mehr. Seit dem 29. Juli 2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz, kurz GModG, das alte Gebäudeenergiegesetz. Das Heizungsgesetz 2026 lässt Dir deutlich mehr Spielraum, verlangt aber weiterhin eine klare Entscheidung, sobald Deine Heizung ersetzt wird. Hier steht, was jetzt gilt, was weggefallen ist und was das für Deinen Alltag bedeutet (Stand: 26. Oktober 2026). Welche Heizung bei Dir auch läuft: Am Ende entscheidet der einzelne Raum über Behaglichkeit und Verbrauch. Dort arbeiten smarte Heizkörperthermostate von tado°, Bosch Smart Home oder Eve im Hintergrund. Als Wärmequelle dient ein Gaskessel, eine Hybridanlage oder eine Wärmepumpe.

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Ist das Heizungsgesetz gekippt?

Gekippt ist es nicht, es wurde ersetzt. Der Bundestag hat die Novelle am 10. Juli 2026 beschlossen. Verkündet wurde sie am 28. Juli im Bundesgesetzblatt, und seit dem 29. Juli gelten die wesentlichen Regeln. Die Bundesregierung spricht von einer technologieoffenen Heizungswahl. Aus dem Gebäudeenergiegesetz wurde das Gebäudemodernisierungsgesetz. Im Alltag sagen die meisten weiter Heizungsgesetz, und so nennen wir es hier auch. Neue Förderbedingungen für den Heizungstausch gelten sogar schon seit dem 21. Juli 2026.

Was beim Heizungsgesetz 2026 weggefallen ist

Die wichtigste Änderung: Die 65-Prozent-Pflicht für neue Heizungen ist gestrichen, im Bestand genauso wie im Neubau. Du darfst Dich wieder frei für eine Heizungsart entscheiden. Zur Wahl stehen Wärmepumpe, Fernwärme, Hybridheizung, Biomasse, Gas und Öl, dazu hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung. Auch zwei Verbote sind verschwunden. Das Betriebsende für alte Kessel nach 30 Jahren gibt es nicht mehr. Ebenso ist das pauschale Verbot fossiler Heizungen ab 2045 weg. Eine Pflichtberatung vor dem Einbau einer Öl- oder Gasheizung ist ebenfalls entfallen, wie der ADAC zusammenfasst.

Das Ziel bleibt dennoch bestehen. Ab 2045 dürfen Brennstoffe für Heizungen nur noch klimaneutral sein. Der Weg dorthin führt jetzt über die Brennstoffe und nicht über ein Verbot Deiner Heizung. Neubauten müssen ab 2030 als Nullemissionsgebäude entstehen, schreibt Stiftung Warentest.

Wie lange darf meine Gasheizung noch laufen?

Solange sie funktioniert. Niemand muss eine intakte Heizung austauschen, und Reparaturen bleiben jederzeit erlaubt. Gibt Deine Heizung endgültig auf, sieht das Gesetz eine Übergangsfrist von zwölf Monaten vor. In dieser Zeit muss die neue Heizung die Anforderungen des Gesetzes noch nicht erfüllen.

Ein paar Pflichten aus dem alten Gesetz bleiben bestehen, welche Heizung Du auch hast. Dazu gehören die Dämmung der obersten Geschossdecke, gedämmte Heizungsrohre und eine funktionierende Regelung der Heizung. Die Regelung gilt zentral und in jedem einzelnen Raum. Hier hilft ein smartes Thermostat. Es gibt jedem Raum eine eigene Temperatur und einen eigenen Zeitplan, ganz ohne Drehen am Ventil.

Je mehr Heizkörper Du hast, desto eher lohnt sich ein größeres Set. Bei tado°, Bosch Smart Home und Homematic IP gibt es die Thermostate im Paket für drei bis fünf Heizkörper.

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Heizungsgesetz und Gasheizung: So funktioniert die Biotreppe

In bestehenden Gebäuden sind neue Gas- und Ölheizungen wieder erlaubt, aber mit einer Auflage. Die sogenannte Biotreppe verlangt, dass ein wachsender Anteil der Wärme aus klimaneutralen Brennstoffen stammt. Das können Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff sein. Die Stufen stehen im Infoportal des Bundes zum Gesetz: 10 Prozent ab dem 1. Januar 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Ab 2045 muss der Brennstoff vollständig klimaneutral sein. Für Ölheizungen gilt dasselbe wie für Gas, nur eben mit Bioöl statt Biomethan.

Wer jetzt eine Gasheizung einbaut, muss also ab 2029 liefern. Die Pflicht lässt sich ganz oder teilweise mit Technik erfüllen. Dafür kommen eine Solarthermieanlage, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder eine Hybrid-Wärmepumpe infrage. Die ersten beiden Wege zählen nur für die Jahre 2029 bis 2034. Wie eine Hybridanlage arbeitet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt unser Beitrag zur Hybrid-Wärmepumpe.

Dazu kommt die Preisfrage. Der CO2-Preis steigt von Jahr zu Jahr, und Bio-Anteile machen Brennstoffe teurer. Für 2027 hat der Bundestag am 15. Oktober beschlossen, den Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne beizubehalten. Bei 65 Euro stecken in Deiner Gasrechnung brutto etwa 1,55 Cent je Kilowattstunde allein für den CO2-Preis. Bei 20.000 Kilowattstunden im Jahr sind das rund 310 Euro. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude starten. Wie sich Gas im kommenden Winter entwickeln dürfte, steht in unserer Gaspreis-Prognose für 2027.

Für Versorger soll ab 2028 eine Grüngas- und Grünheizölquote gelten. Die Details soll die Bundesregierung bis zum 1. Dezember 2026 in einem eigenen Gesetz vorlegen. Der Schornsteinfegerverband warnt schon jetzt, dass die Biotreppe zur Kostenfalle werden kann. Die Verbraucherzentrale rät ebenfalls dazu, die steigenden Brennstoffkosten in jede Rechnung einzubeziehen.

Wärmepumpe, Fernwärme und Co.: Was jetzt zu Dir passen kann

Eine Wärmepumpe passt zu vielen Häusern, vor allem wenn Heizkörper oder Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen. Als Faustregel nennt die Verbraucherzentrale eine Vorlauftemperatur unter 55 Grad, und zwar das ganze Jahr über. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 liefert die Anlage vier Teile Wärme aus einem Teil Strom. Wie das im älteren Haus klappt, steht im Beitrag zur Wärmepumpe im Altbau. Wer konkret plant, kann bei tink.energy kostenlos und unverbindlich ein Angebot für eine Wärmepumpe anfordern.

Fernwärme gibt es nicht überall. Ob sie bei Dir ankommt, zeigt die kommunale Wärmeplanung. Große Städte mussten ihre Pläne bis Juni 2026 vorlegen, kleinere Gemeinden haben bis Juni 2028 Zeit. Der Heizungstausch hängt seit der Reform nicht mehr an diesen Plänen. Der Stichtag 30. Juni 2026, der in Großstädten früher die 65-Prozent-Pflicht auslösen sollte, spielt deshalb keine Rolle mehr. Für Deine Entscheidung helfen die Pläne trotzdem. Frag bei Deiner Gemeinde nach, ob Dein Straßenzug als Fernwärmegebiet vorgesehen ist. Beachte die Vertragslaufzeiten, denn sie reichen oft bis zu zehn Jahre.

Auch Stromheizungen bleiben erlaubt. In bestehenden Wohngebäuden gilt dafür eine Bedingung. Das Gebäude muss den baulichen Wärmeschutz um mindestens 30 Prozent unterschreiten, so regelt es § 46 des Gesetzes. Die Ausnahme gilt für Häuser mit höchstens zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine selbst bewohnt.

Förderung zum Heizungsgesetz: Bis zu 80 Prozent Zuschuss beim Umstieg

Wer auf eine Wärmepumpe oder eine andere klimafreundliche Heizung umsteigt, bekommt weiter Geld vom Staat. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent, mit den Boni sind bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Für die erste Wohneinheit zählen Kosten bis 28.000 Euro, früher waren es 30.000. Der Deckel und der Klimageschwindigkeitsbonus sinken ab Februar 2027 alle sechs Monate. Es lohnt sich also nicht, ewig zu warten. Alle Zahlen und die Antragsschritte findest Du in unserem Beitrag zur KfW-458-Reform. Der ADAC beschreibt den Ablauf ebenfalls Schritt für Schritt.

Heizungsgesetz für Mieter und Vermieter: Wer trägt die Mehrkosten?

Baut ein Vermieter eine neue Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung ein, teilen sich beide Seiten die Last. Ab 2028 tragen Mieter und Vermieter die Netzentgelte für Gas und den CO2-Preis je zur Hälfte. Das gilt unabhängig vom Zustand des Gebäudes. Ab 2029 übernimmt der Vermieter zusätzlich die Hälfte der Mehrkosten für die Bio-Anteile, allerdings nur bis zu einem Anteil von 30 Prozent. Für Vermieter unsanierter Gebäude mit niedrigen Mieten gibt es in besonderen Fällen eine Härtefallregel. Die Aufteilung gilt nur für Wohnraum und nicht für Gewerbemietverträge, wie die Kanzlei Gleiss Lutz zusammenfasst.

Dein Bundesland und Deine Stadt: Was vor Ort zusätzlich gelten kann

Das Bundesgesetz ist nicht das letzte Wort. Die Länder dürfen Anforderungen behalten, die dem alten Gebäudeenergiegesetz vergleichbar sind, das sieht § 9 des Gesetzes vor. In Hamburg verlangt das Klimaschutzgesetz beim Heizungstausch bislang 15 Prozent erneuerbare Wärme. Die Stadt Hamburg erklärt, dass sich daran mit dem neuen Bundesgesetz vorerst nichts ändert. Prüfe deshalb vor jeder Entscheidung die Regeln Deines Bundeslands. Eine unabhängige Energieberatung hilft Dir dabei. Du bekommst sie zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.

Heizkosten senken, egal welche Heizung Du hast

Wärme, die Du nicht brauchst, musst Du auch nicht bezahlen. Im Wohnzimmer darf es abends behaglich sein. Im Flur und im Schlafzimmer reicht weniger. Tagsüber bleiben die Heizkörper kühl, wenn niemand zu Hause ist. Das klingt nach viel Arbeit am Ventil, läuft mit smarten Thermostaten aber von allein. Sie folgen einem Zeitplan pro Raum, drehen runter, sobald ein Fenster offen steht, und heizen rechtzeitig vor. Das klappt an Gasheizungen genauso wie an Hybridanlagen und Wärmepumpen mit Heizkörpern. Passend sind zum Beispiel das tado° X Starter Kit, das Bosch Smart Home Heizkörper-Thermostat II oder das Eve Thermo. Wie die Fenster-offen-Erkennung bei tado° arbeitet, steht in einem eigenen Beitrag. Was das in Euro bedeutet, rechnet der Beitrag zum Heizkosten sparen mit smarten Thermostaten vor. Welche Temperatur in welchem Raum passt, zeigt der Beitrag zur optimalen Raumtemperatur.

Weißer Gussheizkörper mit Ventil vor einer hellgrünen Wand, auf die Sonnenlicht Schatten wirft

Viele Wärmepumpen arbeiten mit Fußbodenheizung. Dort übernimmt ein Raumthermostat die Aufgabe, die bei Heizkörpern das Ventil hat. Dafür gibt es eigene Thermostate für die Fußbodenheizung. Das verkabelte tado° Thermostat X ist für Fußbodenheizungen und Gasthermen mit 230 Volt gemacht und spricht Matter über Thread. Das Bosch Smart Home Raumthermostat II und das Homematic IP Wandthermostat bringen Zeitpläne und App-Steuerung in einzelne Räume.

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Was Du jetzt tun kannst

Lass Dich vom Heizungsgesetz nicht zu einem schnellen Tausch drängen. Läuft Deine Heizung, kannst Du in Ruhe planen. Prüfe, wie alt sie ist und wie viel sie verbraucht, und frag bei Deiner Gemeinde nach den Wärmeplänen. Hol Dir zwei bis drei Angebote für unterschiedliche Heizungsarten ein. Vergleiche die Kosten über 15 bis 20 Jahre statt nur den Einbaupreis. Rechne bei Gas den steigenden CO2-Preis und die Biotreppe mit ein.

Planst Du eine Wärmepumpe, kläre die Förderung vor der Unterschrift. Der Liefer- und Leistungsvertrag muss unter dem Vorbehalt der Bewilligung stehen. Achte außerdem auf die richtige Größe, denn eine überdimensionierte Anlage arbeitet weniger effizient. Und senke den Wärmebedarf, bevor Du die Anlage auslegen lässt. Ein Sanierungsfahrplan und eine unabhängige Beratung zeigen Dir, wo es sich am meisten lohnt.

Fazit zum Heizungsgesetz 2026: Mehr Spielraum, keine Entwarnung

Das Heizungsgesetz 2026 lässt Dir mehr Zeit für die Entscheidung. Die Verantwortung für eine gute Wahl bleibt bei Dir. Gas und Öl sind wieder erlaubt, doch Biotreppe, CO2-Preis und steigende Brennstoffkosten sprechen für einen genauen Blick auf die Alternativen. Eine Wärmepumpe, Fernwärme oder eine Hybridanlage bleiben auch mit dem neuen Gesetz gut gefördert. Und bei jeder Heizung gilt: Wer jeden Raum nur so warm macht, wie er gebraucht wird, spart Energie und wohnt behaglicher. Genau das übernehmen smarte Heizkörperthermostate im Hintergrund.

Du möchtest jeden Raum so warm haben, wie Du ihn brauchst, egal welche Heizung bei Dir läuft? Entdecke die smarten Thermostate bei tink oder stöbere bei tado°, Bosch Smart Home, Eve und Homematic IP.

Sanne
Sanne
Sanne gehört seit Juni 2026 zur tink-Redaktion. Sie hat einen Hintergrund im Bereich Innenarchitektur und zeigt in ihren Texten, wie nahtlos sich Smart Home in jedes Zuhause einfügt. Ihre eigene Wohnung ist komplett mit intelligenten Thermostaten von tado° ausgestattet und sie schwört auf die praktischen Video-Türklingeln von Ring. Derzeit taucht sie voll und ganz in die Welt der intelligenten Gärten ein und testet die neuesten Mähroboter von Gardena sowie die Außenbeleuchtung von Innr.

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