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Der Hype um humanoide Roboter in Zahlen: 7.000 verkauft, die meisten noch in der Testphase

Laut der International Federation of Robotics wurden 2025 weltweit rund 7.000 humanoide Roboter für den industriellen und professionellen Einsatz verkauft. Das ist nur ein Bruchteil der über 600.000 klassischen Industrieroboter, die allein in diesem Jahr installiert wurden.

Seit Monaten vergeht keine Woche ohne ein neues Video von einem Roboter, der rennt, boxt oder tanzt. An Aufmerksamkeit mangelt es nicht, an verkauften Stückzahlen dagegen schon, wie die erste offizielle Zählung der International Federation of Robotics (IFR) zeigt: 2025 wurden weltweit rund 7.000 humanoide Roboter für den industriellen und professionellen Einsatz verkauft.

Siebentausend klingen neben dem Rest des Robotermarkts weniger beeindruckend

Stellt man diese Zahl neben den Rest des Robotermarkts, wird das Verhältnis sofort klar. Weltweit wurden 2025 mehr als 600.000 neue klassische Industrieroboter installiert, Maschinen ohne menschliche Form, die vor allem feste Aufgaben in der Fabrikhalle erledigen. Ende 2025 waren von dieser Art Roboter weltweit bereits mehr als 5 Millionen im Einsatz. Humanoide Roboter sind damit, in den Worten von IFR-Generalsekretärin Susanne Bieller, nach wie vor nur „ein Bruchteil“ aller Roboter auf der Erde.

Die dritte Kategorie, die niemand erwähnt

In den meisten Berichten kommt zu kurz, dass die IFR eigentlich drei Kategorien zählt, nicht zwei. Neben klassischen Industrierobotern und der neuen humanoiden Kategorie gibt es den „professionellen Serviceroboter“: mobile Roboter, die bestimmte Aufgaben übernehmen, etwa Transport, Bedienung in der Gastronomie oder Reinigung. Davon wurden allein 2024 rund 199.000 verkauft, mehr als das 28-Fache der gesamten humanoiden Roboter ein Jahr später. Saugroboter und Mähroboter fallen genau in diese Kategorie. Die Roboter, die heute schon massenhaft und ohne viel Tamtam ihre Arbeit machen, sehen also nicht aus wie Menschen, sondern wie eine flache Scheibe, die unter Deinem Sofa verschwindet.

Humanoide Roboter: Wohin die 7.000 verkauften Geräte tatsächlich gingen

Unter den Herstellern, die diese Zahlen füllen, liegt das chinesische Unitree vorn: Schätzungen zufolge wurden 2025 zwischen 4.200 und 5.500 Einheiten ausgeliefert, für 2026 lautet das Ziel 10.000 bis 20.000. Bei westlichen Marken liegt der Schwerpunkt vorerst auf einzelnen, gut dokumentierten Pilotprojekten: Figure AI setzt Roboter bei BMW ein, Digit von Agility Robotics arbeitet bei Ford an logistischen Aufgaben, und Japan Airlines testet seit diesem Jahr Unitree-Roboter für Gepäck am Flughafen Haneda. Teslas Optimus bekommt die meiste Aufmerksamkeit, doch das Unternehmen hat selbst noch keine offizielle Produktionszahl veröffentlicht; Behauptungen über zehntausende aktive Einheiten hat Tesla nicht bestätigt.

Autohersteller sind laut Bieller die häufigsten frühen Abnehmer, allerdings in einem Umfang, der die Erwartungen relativiert: in der Regel weniger als zehn Roboter pro Werk, manchmal ein paar Dutzend. Viele dieser Exemplare leisten vorerst keine produktive Arbeit, sondern sammeln Daten, um die zugrunde liegenden KI-Modelle zu trainieren, oder testen schlicht, ob eine Aufgabe in einer echten Arbeitsumgebung überhaupt machbar ist.

Die Prognosen setzen auf einen Sprung, nicht auf eine Wachstumskurve

Trotzdem rechnen Marktbeobachter mit einer enormen Beschleunigung. Bank of America Global Research erwartet, dass allein 2026 90.000 humanoide Roboter ausgeliefert werden, mit einem Anstieg auf 1,2 Millionen pro Jahr bis 2030. Diese Zahlen setzen voraus, dass humanoide Roboter nicht nur beeindruckende Demos liefern, sondern auch wiederkehrende Aufgaben zuverlässig und rentabel übernehmen können. Dafür liefern die heutigen 7.000 verkauften Stück noch keinen Beleg.

Während die Branche auf diesen Beleg wartet, erledigt die Serviceroboter-Kategorie die ruhige, unbejubelte Arbeit, von der niemand ein Video dreht. Bei tink steckt das vor allem in zwei Formen: Saugroboter, die täglich selbstständig durchs Haus navigieren, und Mähroboter, die im Garten dasselbe tun. Keiner von beiden tanzt für die Kamera, aber beide laufen seit Jahren einfach durch.

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Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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