Apple stellt im März unter der „Special Apple Experience“ neue Produkte vor, während Google und Apple gleichzeitig an mehr plattformübergreifender Zusammenarbeit arbeiten. Dazu gibt es frische Updates von Google Home, Sonos und Homey, während Nuki kompatibler wird. Das sind die wichtigsten Smart Home-News der vergangenen Woche.
Apples KI-Ära nimmt Form an
Apple startet Anfang März 2026 mit einem ungewöhnlichen Format: Statt einer klassischen Keynote verteilt das Unternehmen seine Ankündigungen auf drei Tage (2. bis 4. März). Ausgewählte Pressevertretende werden dabei zu einem „Special Apple Experience“ nach New York, London und Shanghai eingeladen. Erwartet werden mindestens fünf neue Produkte aus den Bereichen Hardware, Software und Chips. Als sicher gilt unter anderem ein neues Einsteiger-MacBook mit frischem Design, dazu iPhone 17e, ein iPad Air mit M4-Chip sowie MacBook-Pro-Varianten.
Parallel dazu gibt Apples KI-Strategie einen Ausblick in die fernere Zukunft: Laut Berichten von Bloomberg arbeitet das Unternehmen an einer smarten Brille, AirPods mit integrierten Kameras sowie einem kleinen tragbaren Anhänger. Das Ziel ist es, Apple Intelligence mehr Zugangspunkte zur Alltagswelt zu verschaffen, ohne dass man ständig das Smartphone herausziehen muss. Einen Marktstart gibt es für diese Geräteformen allerdings frühestens 2027.
Auf Software-Ebene bringt iOS 26.4 Beta einen praktischen Feinschliff für die Erinnerungen-App. Wer dringende Aufgaben gesondert im Blick behalten möchte, findet künftig eine eigene „Dringend“-Sektion mit einem farblich hervorgehobenen Widget. Wichtig: Für als „dringend“ markierte Aufgaben erzwingt das System automatisch einen Alarm, damit nichts untergeht.
Google und Apple rücken näher zusammen
Eine Meldung, die viele schon lange erwartet haben: Google und Apple testen derzeit die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhones und Android-Geräten. RCS ist das moderne Nachfolge-Protokoll für klassische SMS und unterstützt unter anderem höhere Bildqualität, Lesebestätigungen und Reaktionen. Dass Nachrichten zwischen den beiden Plattformen nun verschlüsselt übertragen werden können, ist ein klarer Sicherheitsgewinn. Ob eine Konversation bereits verschlüsselt läuft, zeigt ein Schloss-Symbol in der jeweiligen Nachrichten-App an. Aktuell ist die Funktion noch manuell zu aktivieren und erfordert eine Beta-Version von iOS sowie Google Messages. Mit einem künftigen System-Update soll die Verschlüsselung dann automatisch greifen.
Google Home: Mehr Kontrolle bei Routinen und Automatisierungen
Das Google Home-Update vom 17. Februar bringt zwei nützliche Neuerungen. Erstens lassen sich die vorinstallierten Standard-Routinen wie „Guten Morgen“ oder „Gute Nacht“ nun vollständig löschen. Wer diese nicht nutzt, kann so die Übersicht aufräumen. Zweitens gibt es im Automatisierungs-Editor vordefinierte Sprachassistenten-Aktionen: Statt Befehle manuell einzutippen, wählt man aus einem Katalog Dinge wie das Vorlesen der Uhrzeit, eine Wetterauskunft oder das Abspielen von Musik aus. Derzeit steht diese Funktion zunächst US-Nutzenden zur Verfügung. Für Kamera-Nutzende auf der Web-Oberfläche gibt es außerdem die Möglichkeit, Videoclips von bis zu fünf Minuten Länge herunterzuladen.
Amazon vernetzt sein Ökosystem weiter
Amazon hat die neue Funktion „Send to Alexa“ für Kindle Scribe und Kindle Scribe Colorsoft vorgestellt. Wer auf dem E-Ink-Schreibtablet Notizen oder persönliche Dokumente anlegt, kann diese direkt an Alexa+ weiterschicken. Der Sprachassistent kann daraus Zusammenfassungen erstellen, beim Brainstorming helfen oder Erinnerungen setzen. Das könnte auch für den Start von Alexa+ in Deutschland interessant sein.
Sonos: App bringt Verbesserungen für Android
Sonos verteilt ein Update (Version 82.00.45 für Android, 82.00.39 für iOS). Android-Nutzende freuen sich über die Rückkehr der Wiedergabesteuerung über den Sperrbildschirm und via Smartwatch – das Entsperren des Smartphones entfällt dabei. Außerdem wurde die Multi-System-Unterstützung unter Android verbessert. Parallel dazu behebt ein Lautsprecher-Firmware-Update Kompatibilitätsprobleme mit Apple Music.
Nuki Smart Lock Ultra Swiss: Für Schweizer Türen
Gute Nachrichten für die Schweiz: Nuki hat das Smart Lock Ultra Swiss vorgestellt – die fünfte Generation seines smarten Türschlosses, diesmal speziell für Schweizer Rundzylinder. Der Antrieb basiert auf einem bürstenlosen Motor, der das Gehäuse auf ein Drittel der Vorgänger-Größe schrumpfen lässt. Der Schließvorgang läuft dabei bis zu dreimal schneller ab; im schnellsten „Insane“-Modus ist die Tür in unter 1,5 Sekunden verriegelt. Statt Batterien setzt das Gerät nun auf einen fest verbauten Lithium-Polymer-Akku, der magnetisch geladen wird und für mehrere Monate reicht.
Homey: Kamera-Livestreams jetzt im Browser
Athom hat für seine Smart-Home-Plattform Homey ein Update veröffentlicht, das die Live-Ansicht von Kamerastreams direkt im Browser ermöglicht. Bisher war der Zugriff auf Live-Bilder meist auf die mobile App im lokalen Netzwerk beschränkt. Das System konvertiert gängige Kamera-Protokolle (wie RTSP oder HLS) nun automatisch in WebRTC, sodass Nutzende ohne Netzwerkkenntnisse von überall auf ihre Kameras zugreifen können. Die Funktion ist kostenlos für Homey Pro (Modelle 2023–2026), Homey Pro mini sowie den Homey Self-Hosted Server verfügbar.
Fazit
Die Tech-Welt bewegt sich: Apple bereitet mit der „Special Apple Experience“ eine dichte Produktserie für März vor und denkt langfristig über KI-Hardware nach. Google und Apple zeigen mit RCS-Verschlüsselung und Quick Share-AirDrop-Integration, dass plattformübergreifende Zusammenarbeit kein Widerspruch mehr ist. Für Smart-Home-Nutzende bringen Google Home, Homey und Sonos konkrete Alltagsverbesserungen – und Nuki macht sein bewährtes Türschloss fit für den Schweizer Markt.
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