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Freitag, 23 Januar, 2026
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Energie sparen ohne Aufwand: Google Home Anwesenheitserkennung einrichten

Stell Dir vor: Du ziehst die Tür hinter Dir zu und automatisch gehen die Lichter aus, die Heizung runter und der Saugroboter an. Ohne dass Du einen Knopf drückst. Das ist die Magie der Google Home Anwesenheitserkennung.

Früher musstest Du mit Deinem Haus sprechen: „Hey Google, ich gehe.“ 2026 ist das eigentlich schon altmodisch. Dein Haus soll wissen, dass Du weg bist. Google Home nutzt dafür eine clevere Technik namens Anwesenheitserkennung (Presence Sensing). Sie kombiniert Signale von Deinem Smartphone, Deinem WLAN-Netzwerk und den Sensoren in Deinen smarten Geräten, um zu erkennen: Ist jemand zu Hause? Darauf basierend schaltet Dein Zuhause automatisch zwischen dem Zuhause-Modus und dem Abwesend-Modus um.

Wir zeigen Dir, wie das funktioniert, wie Du es einrichtest und – ganz wichtig – wie Du verhinderst, dass Dein:e Partner:in im Dunkeln sitzt, wenn Du mal schnell einkaufen gehst.

Woher weiß Google Home, wo ich bin? (Die 3 Signale)

Google rät nicht, sondern kombiniert drei Quellen für eine zuverlässige Erkennung:

1. Dein Smartphone (Geofencing)

Das ist die Grundlage. Die Google Home App zieht einen virtuellen Zaun um Dein Haus (einen Geofence). Sobald Dein Smartphone diese Grenze überschreitet, bekommt Dein Zuhause ein Signal.

  • Vorteil: Funktioniert schon, bevor Du an der Haustür bist (Heizung kann sich vorwärmen).
  • Nachteil: Bei leerem Smartphone-Akku funktioniert das nicht.

2. Dein WLAN-Netzwerk

Seit Kurzem kannst Du auch Dein Heim-WLAN zur Anwesenheitserkennung hinzufügen. Sobald sich Dein Smartphone mit Deinem WLAN verbindet, weiß Google: „Okay, er/sie ist wirklich drin.“ Das ist oft präziser und schneller als reines Geofencing.

3. Smarte Geräte (Nest Sensoren)

Was, wenn Du Dein Smartphone oben liegen lässt und unten fernsiehst? Google Geräte (wie der Nest Hub, Nest Thermostat oder Nest Protect) haben Sensoren.

  • Nest Hub (2. Gen): Nutzt Soli-Radar zur Bewegungserkennung (ohne Kamera!).
  • Nest Audio / Mini: Können manchmal Ultraschallsignale verwenden, um zu prüfen, ob jemand im Raum ist.
  • Nest Thermostat: Hat einen Bewegungssensor, der erkennt, wenn Du vorbeiläufst.

Durch die Kombination all dieser Signale weiß Dein Zuhause fast zu 100 %, ob es sich verriegeln soll oder nicht.

Was kannst Du damit automatisieren?

Sobald Du das eingerichtet hast, kannst Du die Zuhause & Abwesend als Auslöser oder Bedingungen in Routinen nutzen.

  • Wenn ALLE weg sind:
    • Heizung auf 15 Grad (Eco-Modus).
    • Alle Lichter aus.
    • Innenkameras einschalten.
    • Saugroboter starten.
  • Wenn JEMAND nach Hause kommt:
    • Heizung auf Komfort-Modus.
    • Stimmungsbeleuchtung an (nur nach Sonnenuntergang).
    • Kameras aus (Privatsphäre).

So richtest Du die Anwesenheitserkennung in Google Home ein

  1. Öffne die Google Home App.
  2. Tippe oben rechts auf Dein ProfilfotoHome-Einstellungen.
  3. Scrolle zu Einstellungen für das ZuhauseAnwesenheitserkennung.
  4. Als nächstes wirst Du durch die Einrichtung geführt. Bei der Frage “Ist mindestens eins dieser Geräte bereits in Deinem Zuhause eingerichtet?”, kannst Du auch einfach auf Neinneues Nest-Netzwerk einrichten tippen.
  5. Bei der Frage “Soll der Standort Deines Smartphones für die Anwesenheitserkenung verwendet werden?”, tippe auf Zustimmen
  6. Überprüfe, ob Dein Zuhause auf der Karte korrekt festgelegt ist oder verschiebe die Karte, bis der Standort stimmt. Nun ist die Anwesenheitserkennung eingerichtet.
  7. (Optional, aber empfohlen): Füge im selben Menü Dein WLAN-Netzwerk unter „Funktionen für den Smartphone-Standort“ hinzu.
  8. Wähle aus, welche smarten Geräte (Nest Hubs & Lautsprecher, Nest Kameras & Thermostate) bei der Erkennung helfen dürfen.

Wichtig: Das „Partner:innen-Problem“

Das ist der häufigste Fehler. Du richtest alles auf Deinem Smartphone ein, gehst zum Supermarkt, Dein:e Partner:in sitzt zu Hause auf der Couch. Resultat: Das Haus denkt „Er/Sie ist weg“, schaltet die Heizung aus und macht die Lichter aus. Dein:e Partner:in sitzt in der Kälte und im Dunkeln.

Die Lösung: Die Anwesenheitserkennung funktioniert nur gut, wenn alle im Haushalt mitmachen.

  1. Lade Deine Mitbewohner:innen in die Google Home App ein („Haushaltsmitglied“).
  2. Lass sie auf ihrem eigenen Smartphone ebenfalls die Anwesenheitserkennung in der App aktivieren.
  3. Jetzt schaltet das Haus erst auf ‚Abwesend‘, wenn die letzte Person das Haus verlässt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Verbraucht Geofencing viel Akku beim Smartphone?

Das hält sich in Grenzen. Google nutzt „Geofencing“ und WLAN-Erkennung. Das ist viel sparsamer als durchgehende GPS-Ortung (wie bei Google Maps Navigation). Du wirst den Unterschied in der Akkulaufzeit kaum merken.

Weiß Google jetzt genau, wo ich bin?

Nein. Für Google Home ist es binär: Du bist Zuhause oder Du bist Nicht Zuhause. Die App verfolgt nicht, ob Du beim Bäcker oder Metzger bist. Die Daten werden nur genutzt, um den Status Deiner Anwesenheit umzuschalten. Du kannst Deinen Anwesenheitsverlauf zudem jederzeit in den Datenschutzeinstellungen oder im Menü Anwesenheitserkennung löschen.

Was ist „Nur bei Anwesenheit klingeln“?

Das ist eine geniale Zusatzfunktion. Hast Du einen Google Nest Lautsprecher und nutzt Google Meet zum Telefonieren? Wenn Du ‚Nur bei Anwesenheit klingeln‘ aktivierst, klingeln Deine Lautsprecher nur, wenn Du tatsächlich zu Hause bist. Bist Du im Büro? Dann bleiben Deine Lautsprecher zu Hause stumm, wenn jemand Dich anruft. Praktisch, falls Du Haustiere hast.

Ist Dein Zuhause schon selbstdenkend?

Die Anwesenheitserkennung in Google Home ist der Schritt von einem „Haus mit Fernbedienung“ zu einem echten „Smart Home“. Aber Du brauchst natürlich Geräte, die auf Deine An- und Abwesenheit reagieren können! Von smarten Thermostaten, die sich automatisch herunterregeln, bis hin zu Beleuchtung, die sich automatisch ausschaltet, wenn alle weg sind: Die besten Google Home-kompatiblen Produkte findest Du bei tink.

Marc
Marc
Marc ist seit 2019 bei tink und hat seitdem schon diverse Testberichte geschrieben. Sein Smart Home besteht überwiegend aus Produkten von Google, tado° und Philips Hue. Aber auch die Sonos-Lautsprecher haben es ihm angetan. Dank Matter erweitert er sein Ökosystem jetzt auch um eve, Aqara & Co.

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