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Apple testet Surround Sound mit vier HomePods, aber so weit ist es noch nicht

Ein gefundener Beta-Code deutet auf ein Vier-HomePod-Surroundsystem hin – aber Apple hat davon noch nichts angekündigt. Wir ordnen ein, was der Fund wirklich bedeutet und was heute schon funktioniert.

Ein Forumnutzer namens pdfu stieß bei MacRumors auf den Code von audioOS 27 Beta 8, der Betriebssoftware für den HomePod, und entdeckte etwas Auffälliges: vollständige Einstellungen für ein Surround-System mit vier Lautsprechern. Inzwischen haben mehrere Tech-Seiten den Fund unabhängig bestätigt. Für HomePod-Besitzer, die seit der Einführung 2017 auf mehr als ein simples Stereopaar hoffen, ist das eine große Neuigkeit beim Thema Apple HomePod Surround Sound. Wer heute schon ein Surround-System zuhause will, braucht entweder Geduld oder schaut sich nach einer anderen Marke um.

Was genau im Code steht

SUV: Vier gleiche HomePods, jeder mit eigener Rolle

Die erste Konfiguration trägt intern den Namen SUV und nutzt vier HomePods der zweiten Generation, jeweils mit fester Position: vorne links, vorne rechts, hinten links und hinten rechts. Die vorderen beiden spielen den Ton wie gewohnt ab, während die hinteren beiden gezielt omnidirektionalen Klang nutzen, um den Raum zu füllen, statt auf einen einzigen Hörplatz ausgerichtet zu sein. Genau so soll ein physisches Surround-System funktionieren: Frontkanäle tragen die Mischung, Rückkanäle füllen den Raum um Dich herum.

Der Code geht über die reine Positionszuweisung hinaus. Er enthält Hinweise auf automatische Raumkalibrierung, die Erfassung der genauen Lautsprecherpositionen, Timing-Anpassungen zwischen den vier Einheiten, Bassmanagement, Equalizer-Einstellungen und sogar eine separate Verarbeitung für Dialoge. Genau das unterscheidet ein ernstzunehmendes Surround-System von vier losen Lautsprechern, die zufällig gleichzeitig Ton abspielen.

Forklift: Unbekannte Hardware auf der Rückbank

Die zweite Konfiguration, intern Forklift genannt, kombiniert zwei bestehende HomePods der zweiten Generation vorne mit zwei Rücklautsprechern, die eine Kennung tragen, die zu keinem aktuell erhältlichen HomePod-Modell passt: AID12007. Welches Gerät sich dahinter verbirgt, geht aus dem Code selbst nicht hervor.

Was das sein könnte, haben wir bereits ausführlich in unserem Beitrag zu den Gerüchten rund um den HomePod mini 2 beschrieben. Kurz zusammengefasst: Apple-Kenner Mark Gurman berichtete bereits früher in diesem Jahr, dass neben einem neuen HomePod mini möglicherweise auch ein größerer, neuer HomePod in Arbeit ist. Eine direkte Verbindung zwischen diesen Gerüchten und dem AID12007-Code in audioOS 27 ist derzeit reine Spekulation, passt aber zum Bild, dass Apple an neuer Hardware für diese Funktion arbeitet.

Party Mode: weniger gerichtet, mehr überall

Neben den Apple HomePod Surround-Sound-Konfigurationen enthält der Beta-Code auch Einstellungen für einen sogenannten Party Mode, gedacht für ein bestehendes Stereopaar aus HomePods der zweiten Generation. Statt den Klang auf einen idealen Hörplatz auszurichten, verteilt dieser Modus die Mischung breiter im Raum. Auch die Verarbeitung von Siri- und Systemtönen ändert sich in diesem Profil. Praktisch für eine Party, bei der niemand genau auf dem Sweet Spot zwischen den Lautsprechern tanzt.

Warum das beeindruckend klingt – und warum Du es gelassen sehen solltest

Wichtig zu wissen: Das ist Beta-Code, keine angekündigte Funktion. Apples eigene Support-Dokumentation für HomePod-Audio am Apple TV 4K endet aktuell bei einem einzelnen HomePod oder einem Stereopaar. Eine physische Vier-Lautsprecher-Konfiguration existiert in der Zuhause-App schlicht nicht, und nichts am Fund verrät etwas über ein Erscheinungsdatum oder darüber, mit welcher audioOS-Version diese Funktion überhaupt kommen könnte.

Eine Nuance, die in der Berichterstattung oft untergeht: Ein bestehendes Stereopaar aus HomePods der zweiten Generation kann über das Apple TV 4K bereits eine virtualisierte Form von Dolby Atmos wiedergeben. Das ist beeindruckende Arbeit von Apples Computational Audio, aber etwas anderes als echte, diskrete Rückkanäle, die physisch hinter Dir stehen. Genau diese Lücke soll der Beta-Code jetzt schließen.

Apple passt experimentellen Code dieser Art häufig an oder entfernt ihn wieder, bevor ein Release erscheint. Ob diese Funktion jemals kommt, ob sie per Software-Update auf bestehenden HomePods der zweiten Generation läuft oder ob dafür neue Hardware nötig ist: Das lässt sich anhand dieses Fundes noch nicht sagen.

Willst Du heute schon echten Surround Sound? Dann musst Du nicht warten

Während Apple noch testet, kannst Du ein physisches Surround-System mit diskreten Front- und Rückkanälen schon heute installieren – und zwar keine Beta-Software, sondern ein System, das sich seit Jahren bewährt hat. Eine Sonos Beam Gen 2 oder Arc Ultra als Frontkanal, ergänzt durch zwei Sonos Era 300 als Rücklautsprecher und optional einen Sonos Sub Mini für den Bass, liefert Dir genau das Setup, das Apple gerade erst in Beta-Code testet: eigene Positionen, eigene Raumkalibrierung und echtes Dolby Atmos mit physisch getrennten Kanälen statt einer simulierten Version aus zwei Lautsprechern.

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Wir haben bereits beschrieben, wie einfach ein kabelloses Sonos-Surround-Setup in der Praxis ist – inklusive der automatischen Raumkalibrierung, die genau das Problem löst, an dem Apples SUV-Konfiguration gerade experimentiert.

Was das für Deinen nächsten Kauf bedeutet

Hast Du bereits HomePods und bist neugierig, wie sich das entwickelt, gibt es keinen Grund, mit einem Kauf zu warten: Sollte diese Funktion jemals erscheinen, wird Dein bestehender HomePod mini aller Voraussicht nach einfach mit unterstützt, genau wie bei früheren audioOS-Updates.

Willst Du aber schon jetzt ein Surround-System, das einfach funktioniert, ohne auf eine Beta-Funktion zu wetten, die vielleicht nie kommt, dann ist das schon heute möglich. Das komplette Angebot an Soundbars, Surround-Lautsprechern und kompletten Sets findest Du in unserer Heimkino-Set-Übersicht auf tink.de.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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