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Samstag, 3 Oktober, 2026
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FRITZ! Smart Home & Matter: Was es 2026 kann und welche Alternativen es gibt

Die FRITZ!Box steht schon im Flur, also liegt das passende Smart Home gleich daneben. Ob das auch in fünf Jahren noch die beste Entscheidung ist, hängt von mehr ab als vom Router.

FRITZ! Smart Home ist für viele der logische Einstieg: Die FRITZ!Box ist da, also kommt auch das Smart Home von FRITZ!. Für ein paar Heizkörper funktioniert das gut. Planst Du aber ein Zuhause, das später 20 oder 30 Geräte umfasst, lohnt sich ein genauerer Blick. Wir zeigen Dir, wo FRITZ! Smart Home an Grenzen stößt, warum ein eigenständiges Komplettsystem die stärkere Basis sein kann und wann Matter der einfachere Weg ist.

Was FRITZ! Smart Home gut kann

Gleich vorweg: FRITZ! Smart Home ist kein schlechtes System. Mit einer FRITZ!Box mit DECT-Basis steuerst Du Heizkörperthermostate, Steckdosen und Taster ohne zusätzlichen Hub über die FRITZ!App Smart Home. Die Einrichtung ist unkompliziert, und wenn Du nur ein paar Räume automatisieren willst, reicht das völlig aus. Die Schwächen zeigen sich erst, sobald das Smart Home wachsen soll.

Wo FRITZ! Smart Home an Grenzen stößt

Das Sortiment endet früh

FRITZ! ist in erster Linie ein Router-Hersteller, Smart Home ist ein Geschäftsfeld unter mehreren. Das siehst Du am Angebot: Heizkörperthermostate, Steckdosen, Taster, Sensoren und Energiemessung. Für Rauchwarnmelder, Außenkameras, Sirenen oder Wassermelder gibt es kein FRITZ!-Gerät, und Rollläden steuerst Du über Partnerprodukte, die per DECT ULE angebunden werden.

Bosch Smart Home geht den umgekehrten Weg. Hier ist das Smart Home das eigentliche Produkt und kein Zusatz zum Router. Entsprechend breiter ist das Angebot, von der Heizung über die Sicherheit bis zu Licht und Rollläden.

Dein Smart Home hängt an der FRITZ!Box

FRITZ! Smart Home setzt eine FRITZ!Box mit DECT-Basis voraus. Auch das FRITZ!Smart Gateway verlangt laut Hersteller eine solche Box mit FRITZ!OS 7.50 oder neuer. Einen Router wählst Du aber nach WLAN-Leistung, Anschluss und Provider aus. Ein Smart Home soll dagegen zehn Jahre oder länger mit Deinem Zuhause wachsen.

Wechselst Du irgendwann den Router oder den Provider, willst Du nicht gleich Thermostate, Sensoren und Automationen neu planen. Bei Bosch übernimmt der Smart Home Controller II die Rolle der Zentrale, Dein Router bleibt ein Router. Wie DECT ULE funktioniert und warum dafür die FRITZ!Box als DECT-Basis nötig ist, erklärt unser Ratgeber zu DECT ULE.

Matter klappt, aber über eine Bridge

FRITZ! hat hier deutlich nachgebessert. Das FRITZ!Smart Gateway arbeitet als Bridge für Matter und macht FRITZ!-Geräte in Systemen wie Apple Home oder Google Home nutzbar. Seit Ende Juli 2026 testet FRITZ! diese Funktion auch in der FRITZ!Box 5690 Pro, bisher allerdings nur als Beta im FRITZ! Labor, wie die Pressemitteilung von FRITZ! erklärt. Das betrifft also nur ein einzelnes Router-Modell.

Dabei sprechen die FRITZ!-Geräte selbst kein Matter, die Bridge übersetzt. Fairerwise muss man sagen, dass das bei Bosch ähnlich ist: Der Controller II macht klassische Bosch-Geräte Matter-fähig. Neuere Bosch Smart Home-Geräte mit der Kennzeichnung [+M] sprechen aber Matter direkt und können ohne Controller in Google Home, Apple Home, Alexa und SmartThings eingebunden werden.

Design ist Geschmackssache

Thermostate und Taster hängen oft jahrelang sichtbar im Wohnraum. FRITZ! setzt auf eine funktionale, wiedererkennbare Formensprache, die eher nach Technik als nach Einrichtung aussieht. Das ist natürlich rein subjektiv und kein Mangel. Unserer Einschätzung nach wirkt Bosch dabei etwas eleganter. Am besten schaust Du aber natürlich selbst, was zu Deinen Räumen passt.

Bosch Smart Home: Das Komplettsystem als Alternative

Der entscheidende Vorteil ist der Systemgedanke. Du startest zum Beispiel mit der Heizung und ergänzt später Sicherheit, Licht und Rollläden, ohne das System zu wechseln. Die Smart-Home-Zentrale ist der Smart Home Controller II. Er verbindet die Geräte per Zigbee 3.0, speichert Daten lokal und hält die Kernfunktionen auch bei einem Internetausfall am Laufen.

Smarte Raumthermostate: Bosch Raumthermostat II wird von Hand bedient
Das Bosch Raumthermostat II wird per App oder von Hand gesteuert.

Das Sortiment reicht von Heizkörper- und Raumthermostaten, die wir in unserem Beitrag zu den Bosch Thermostaten vorstellen, über Rauchwarnmelder, Tür- und Fensterkontakte, Außenkamera und Außensirene bis zu Zwischensteckern sowie Licht- und Rollladensteuerung.

Zwei Dinge solltest Du einplanen. Bosch ist ein eher geschlossenes System, in dem Du meist Bosch-Geräte kombinierst. Und für den Controller II nennt Bosch Software-Updates für vier Jahre ab dem Kauf. Wenn Du heute schon weißt, dass aus drei Geräten viele werden, ist ein Starter-Set trotzdem ein solider Anfang.

Bosch Smart Home - Starter-Set Heizung II [+M] mit 4 Thermostaten
Unverb. Preisempf.: € 439,75 Du sparst: € 149,80 (-34%)  Preis: € 289,95 ZUM PRODUKT
Bosch Smart Home Rauchwarnmelder II - 3er-Set
Unverb. Preisempf.: € 239,85 Du sparst: € 73,90 (-31%)  Preis: € 165,95 ZUM PRODUKT

tink Basics: Die Matter-Alternative ohne Zentrale

Du willst keine Hersteller-Zentrale, sondern Deine Geräte in der App nutzen, die Du schon hast? Dann sind die Matter-Geräte von tink Basics eine Option. Das ist unsere Eigenmarke mit Lampen, Steckdosen und Sensoren. Die Geräte sprechen Matter von Haus aus, je nach Modell über WLAN oder Thread, und arbeiten mit Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung SmartThings zusammen. Eine eigene Zentrale brauchst Du nicht. Nur bei Thread-Geräten brauchst Du einen Thread Border Router, den viele Smart Speaker und Streaming-Geräte ohnehin mitbringen.

Weil Matter herstellerübergreifend arbeitet, kannst Du die Geräte später mit Produkten anderer Marken kombinieren oder das System wechseln. Wie sich tink Basics im Alltag schlägt, zeigt unser tink Basics Test.

Natürlich ist das kein Komplettsystem. Dafür startest Du ohne Hub und mit kleinem Budget direkt in der Systemwelt Deiner Wahl. Die Geräte lassen sich grundsätzlich auch als Ergänzung zu Bosch oder FRITZ! einsetzen, weil Matter die Systeme verbindet.

tink Basics Matter Smart Plug - Zwischenstecker - 3er-Set
Unverb. Preisempf.: € 59,97 Du sparst: € 26,98 (-45%)  Preis: € 32,99 ZUM PRODUKT
tink Basics Matter White & Color E27 Bulb - Dimmbares Leuchtmittel - 3er-Set
Unverb. Preisempf.: € 59,85 Du sparst: € 29,86 (-50%)  Preis: € 29,99 ZUM PRODUKT
tink Basics Matter Door & Window Sensor - Tür- und Fenstersensor - 3er-Set
Unverb. Preisempf.: € 105,00 Du sparst: € 45,01 (-43%)  Preis: € 59,99 ZUM PRODUKT

Welches System passt zu Dir?

FRITZ! Smart HomeBosch Smart Hometink Basics (Matter)
ZentraleFRITZ!Box mit DECT-Basis, ggf. zusätzliches FRITZ!Smart GatewaySmart Home Controller IIBeliebiger Thread Border Router
StärkeEinfacher Einstieg mit vorhandener FRITZ!BoxBreites Sortiment für Heizung, Sicherheit, Licht und Rollläden, umfangreiche AppHerstellerunabhängig, ohne eigene Zentrale oder App
GrenzeKleines Sortiment, Bindung an die FRITZ!BoxEher geschlossenes System, eigene Zentrale nötigKein Komplettsystem, eher Ergänzung zum bestehenden Matter-Smart Home

Bleib bei FRITZ!, wenn Du eine FRITZ!Box mit DECT-Basis hast und nur wenige Heizkörper automatisieren willst. Entscheide Dich für Bosch Smart Home, wenn Du heute schon weißt, dass es 20 oder mehr Geräte werden und Heizung, Sicherheit und Licht zusammenspielen sollen. Greif zu tink Basics, wenn Du Matter nutzen willst, ohne eine weitere Zentrale ins Haus zu holen. Einen Überblick über die Smart Home Systeme gibt Dir unser Systemvergleich.

Fazit: FRITZ! Smart Home oder Bosch Smart Home?

FRITZ! Smart Home ist praktisch, aber keine Basis für alles. Wer ein wachsendes Smart Home plant, sollte sich nicht nur deshalb für FRITZ! entscheiden, weil die FRITZ!Box schon im Schrank steht. Die bessere Frage lautet: Welches System will ich in fünf oder zehn Jahren noch als Grundlage nutzen? Als Komplettsystem ist Bosch Smart Home dafür eine starke Wahl, für den Matter-Einstieg ohne Zentrale sind es die Geräte von tink Basics. Schau Dir beide in unserem Shop an und vergleiche in Ruhe.

Marc
Marc
Marc ist seit 2019 bei tink. Seit 2025 leitet er die Redaktion des tink Blogs und 2026 hat er die Leitung des Video- und Social Media-Teams übernommen. Im Smart Home setzt er auf die Sprachsteuerung mit Google Gemini sowie auf die smarten Geräte von tado° und Philips Hue. Aber auch die Sonos-Lautsprecher haben es ihm angetan. Dank Matter erweitert er sein Ökosystem jetzt auch um eve, Aqara & Co.

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