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Google Home Update: Neue Gemini-Features und smarte Kamera-KI

Google rollt gerade ein frisches Update für die Home-App aus — und das hat es in sich. Neben überarbeiteten Gemini-Funktionen auf Smart Displays gibt es deutlich cleverere Kameras und eine Starthilfe für alle, die mit Automationen noch nicht warm geworden sind.

Mit Version 4.20 der Google Home-App, die aktuell für Android und iOS verteilt wird, bündelt Google mehrere Verbesserungen in einem Update. Die Neuerungen betreffen vor allem die Sprachsteuerung mit Gemini auf Smart Displays, die KI-Auswertung von Kameraaufnahmen und die Erstellung erster Automationen. Wir zeigen, was sich konkret ändert — und was Du als Nutzer davon hast.

Gemini auf Smart Displays: Bessere Antworten, flüssigere Gespräche

Wer Gemini im Early Access auf einem Smart Display wie dem Google Nest Hub nutzt, bemerkt die Verbesserungen sofort. Google hat die Info-Karten für Wetter, Allgemeinwissen und Sport grundlegend überarbeitet. Die Anzeigen wirken aufgeräumter, und besonders bei Sportergebnissen und Tabellen ist die Zuverlässigkeit spürbar gestiegen — Spielstände und Ligatabellen erscheinen jetzt deutlich aktueller.

Dazu kommt eine feine Verbesserung bei der Continued Conversation: Wer eine Folgefrage stellt, musste sich bislang manchmal mitten im Gespräch neu per Stimme verifizieren. Das fällt jetzt weg. Gespräche mit Gemini laufen dadurch runder und natürlicher — kein Unterbrechen mehr an unpassender Stelle.

Automationen leichter starten

Für alle, die noch wenig Erfahrung mit Smart Home Automationen haben, bringt das Update eine echte Erleichterung: Die Google Home-App macht jetzt konkrete Vorschläge, welche Automationen zu Deinem Alltag passen könnten. Ob Haussicherheit, Morgenroutine oder Energiesparen — die App liest die vorhandenen Geräte aus und schlägt passende Routinen vor, statt Dich vor einem leeren Editor stehen zu lassen.

Diese Funktion rollt in den kommenden Wochen für alle Nutzer aus. Wer schon heute stöbern möchte, findet die Vorschläge in der Registerkarte „Automationen“ der Google Home App.

Kamera-KI: Gesichter besser erkennen, Geräusche verstehen

Der interessanteste Teil des Updates steckt in der Kamera-KI. Google verbessert gleich zwei Bereiche:

Gesichtserkennung mit mehr Kontext

Bisher hat die Gesichtserkennung manchmal an ihre Grenzen gestoßen, wenn das Gesicht einer bekannten Person nicht klar sichtbar war. Mit dem neuen Update bezieht die KI zusätzliche Signale ein — zum Beispiel die Kleidung. Wenn Du also von hinten ins Bild läufst oder das Gesicht verdeckt ist, kann die Kamera trotzdem mit höherer Wahrscheinlichkeit erkennen, wer da gerade die Einfahrt betritt. Google aktualisiert außerdem die Gesichtsbibliothek automatisch mit den aktuellsten und präzisesten Beispielen, was Fehlerkennungen über Zeit weiter reduziert. Diese verbesserte Erkennung ist Nutzern des Advanced-Tarifs vorbehalten.

Geräusche in Videobeschreibungen

Die zweite Neuerung ist besonders praktisch: Kameras können jetzt bestimmte Geräusche erkennen und direkt in die KI-Videobeschreibung einbeziehen. Statt nur zu sehen „Person erkannt“ steht dann im Ereignis zum Beispiel: „Hund bellt, während Paket abgeliefert wird“ oder „Schritte vor der Haustür, Alarm erklingt“. So bekommst Du beim Durchblättern der Ereignisse sofort ein vollständiges Bild der Situation — auch für Dinge, die außerhalb des Kameraausschnitts passierten.

Noch praktischer: Über die „Fragen Sie Home“-Funktion kannst Du Deine Videohistorie in natürlicher Sprache durchsuchen. Fragen wie „Hat der Hund während der Lieferung gebellt?“ werden jetzt viel treffsicherer beantwortet. Für die erweiterten KI-Kamerafunktionen ist ein Google Home Premium-Abo notwendig.

Weitere Verbesserungen im Update

Neben den großen Feature-Updates bringt die Version 4.20 auch kleinere, aber nützliche Detailverbesserungen:

Die Einrichtung älterer Nest-Kameras wurde deutlich überarbeitet und soll jetzt wesentlich reibungsloser laufen. Außerdem beheben die Entwickler einige nervige Bugs: Verbindungsabbrüche beim Kamera-Livestream nach dem Entsperren des Smartphones sind Geschichte, und das Flackern bei der Ventilatorsteuerung wurde ebenfalls behoben.

Welche Nest-Kameras profitieren am meisten?

Wer von den neuen KI-Kamerafunktionen profitieren möchte, braucht dafür kompatible Nest-Kameras. Besonders die neueren Modelle spielen ihre Stärken mit den verbesserten Erkennungsfunktionen voll aus.

Die Google Nest Cam (Indoor, mit Kabel) und die Google Nest Cam (mit Akku) eignen sich ideal für den Innenbereich und erkennen zuverlässig Personen, Tiere und jetzt auch Geräusche. Für den Außeneinsatz ist die Google Nest Cam Outdoor eine gute Wahl — sie kommt mit Wetterbeständigkeit und breitem Sichtfeld.

Alle drei Modelle sind im tink Shop erhältlich und lassen sich direkt über die Google Home App einrichten und verwalten.

Fazit

Das Google Home Update bringt keine Revolution, aber drei echte Verbesserungen, die man im Alltag spürt: Gemini auf Smart Displays funktioniert flüssiger und zeigt aktuellere Informationen. Die Kamera-KI versteht jetzt nicht nur Gesichter, sondern auch Geräusche — und macht damit die Videohistorie durchsuchbarer. Und wer bisher vor Automationen zurückgeschreckt ist, bekommt jetzt eine freundliche Starthilfe direkt in der App.

Wer tiefer in das Google Home-Ökosystem einsteigen möchte, findet im großen Google Home Gemini-Überblick und im Gemini Test alle Hintergründe.

Marc
Marc
Marc ist seit 2019 bei tink und hat seitdem schon diverse Testberichte geschrieben. Sein Smart Home besteht überwiegend aus Produkten von Google, tado° und Philips Hue. Aber auch die Sonos-Lautsprecher haben es ihm angetan. Dank Matter erweitert er sein Ökosystem jetzt auch um eve, Aqara & Co.

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