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Google Street View: Haus verpixeln lassen – Google verlangt jetzt einen Nachweis

Weil Google Street View Haus verpixeln lange fast ungeprüft möglich war, kam es zu Missbrauch. Jetzt verlangt Google einen Adressnachweis, bevor Dein Zuhause endgültig unkenntlich gemacht wird.

Privatsphäre endet nicht an einer geschlossenen Haustür oder einem zugezogenen Vorhang. Auch online möchtest Du die Kontrolle darüber behalten, wer ungeniert auf Deine Einfahrt oder Fassade starren kann. Google bietet deshalb schon seit Jahren die Möglichkeit, Dein Haus auf Street View vollständig unkenntlich zu machen (verpixeln). Bis vor Kurzem war dieser Prozess überraschend simpel: Du hast ein Formular ausgefüllt, das Haus markiert, und die Technik hat den Rest erledigt.

Genau diese Niedrigschwelligkeit erwies sich als Schwachstelle. Manche Menschen ließen aus Rache das Haus ihrer Nachbarn entfernen, andere Internet-Trolle verpixelten wahllos Gebäude als schlechten Scherz. Weil Google gegen diesen digitalen Vandalismus vorgehen musste, wurde der Antragsprozess jetzt deutlich verschärft.

Warum ein einfacher Fehler unumkehrbar ist

Es klingt vielleicht nach einem harmlosen Scherz, das Haus eines Freundes unkenntlich zu machen – die Folgen sind jedoch dauerhaft. Sobald Google eine Anfrage genehmigt, wird das betreffende Haus verpixelt. Aus Datenschutzgründen löscht Google anschließend die originalen, unbearbeiteten Aufnahmen endgültig von seinen Servern.

Ein einmal verpixeltes Haus kann also nie wieder sichtbar gemacht werden, ganz einfach, weil das Ausgangsmaterial nicht mehr existiert. Um zu verhindern, dass Hauseigentümer zum Opfer der Aktionen Dritter werden, verlangt Google jetzt eine Verifizierung, bevor der digitale Radiergummi zum Einsatz kommt. Diese Regel wird derzeit international ausgerollt – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Adressnachweis: Was Google sehen möchte – und was nicht

Möchtest Du als Eigentümer oder Mieter Dein Zuhause abschirmen? Dann bittet Dich Google während des Verfahrens, ein Dokument hochzuladen, aus dem hervorgeht, dass Du tatsächlich an dieser Adresse wohnst.

Dabei ist es wichtig, Deine eigenen Daten gut zu schützen. Google akzeptiert Dokumente wie eine aktuelle Stromrechnung, ein Schreiben Deiner Wohnungsbaugesellschaft oder einen amtlichen Bescheid, auf dem Datum und Adresse deutlich lesbar sind.

Wichtige Datenschutzregeln für Deinen Antrag

  • Schwärze Deinen vollständigen Namen, Bankverbindungen und konkrete Beträge, bevor Du das Foto oder den Scan hochlädst.
  • Schicke niemals eine Kopie Deines Reisepasses, Personalausweises oder Führerscheins. Das ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
  • Google löscht die hochgeladenen Dokumente spätestens nach 60 Tagen wieder aus seinen Systemen.

So stellst Du den Antrag, Dein Haus in Google Street View verpixeln zu lassen

Den Antrag selbst stellst Du ganz einfach vom Computer oder Smartphone aus. Suche Deine eigene Adresse in Google Maps und ziehe das orangefarbene Männchen auf die Straße, um Street View zu öffnen. Klicke unten rechts im Bild auf „Ein Problem melden“. Wähle anschließend aus, dass Du Dein Haus verpixeln möchtest, bestätige, dass Du dazu berechtigt bist, lade Deinen Adressnachweis hoch und sende den Antrag ab.

Von digitaler zu physischer Privatsphäre

Deine digitale Haustür vor der Außenwelt abzuschirmen, ist eine sinnvolle Entscheidung, um Deine Privatsphäre zu schützen. Aber wie behältst Du die Kontrolle darüber, wer tatsächlich physisch vor Deiner Tür steht? Ein smartes Zuhause beginnt an der Haustür.

Möchtest Du immer genau wissen, wer klingelt, egal ob Du gerade auf dem Dachboden arbeitest oder am anderen Ende der Welt im Urlaub bist? Mit einer smarten Kamera bestimmst Du selbst, wem Du antwortest. Entdecke unser komplettes Angebot an zuverlässigen smarten Video-Türklingeln bei tink und behalte die Kontrolle über Deine Einfahrt fest in der Hand.

Joshua
Joshua
Joshua verstärkt das tink-Team seit Juli 2025. Er verbindet jahrelange Schreiberfahrung mit einer großen Leidenschaft für technologische Innovationen. Privat nutzt er begeistert Govee für stimmungsvolle Beleuchtung, und auch die smarten Lautsprecher von JBL haben einen festen Platz bei ihm. Er ist immer auf der Suche nach dem nächsten Upgrade für sein Smart Home und experimentiert derzeit ausgiebig mit Philips Hue und Soundcore.

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