Vergleich: Welcher ist der beste WLAN-Router für mich?

Wir haben die Geräte von Netgear Orbi, Google Nest, Linksys Velop und AVM FRITZ!Box miteinander verglichen.
Das Linksys Velop Tri-Band Mesh-WLAN-System auf einem Tisch neben einer Tasse
Lesezeit: 6 Minuten

Aktuelle Statistiken besagen, das jeder Breitbandanschluss in Deutschland im Schnitt 137 Gigabyte Daten pro Monat verarbeite. Eine sagenhafte Zahl, die vor wenigen Jahren noch schier undenkbar gewesen wäre. Viele dieser Daten werden zuhause via Netzwerkrouter per WLAN-Verbindung gesendet. Was aber macht ein Router genau? Wie funktioniert er und welcher WLAN-Router ist der Beste für Dich? Das erfährst Du heute in unserem Vergleich verschiedener WLAN-Router, u.a. der Hersteller Netgear, Google Nest sowie Linksys und AVM.

Was versteht man unter einem Router?

Das Herzstück Deines Routers ist natürlich das Modem. Dieses stellt via Telefonleitung die Verbindung zum Internet her. Der Router sorgt seinerseits dann dafür, dass das Internetsignal entsprechend an die an ihm angeschlossenen Geräte verteilt wird. Dies kann entweder direkt per LAN-Kabel geschehen oder eben per Wireless-LAN (WLAN). So entsteht ein Netzwerk. Einmal aufgesetzt und mit dem Internet verbunden, verteilt der Router die entsprechenden Datenpakete, vergibt IP-Adressen und sorgt für die nötige Ordnung.

Darauf solltest Du beim Kauf eines WLAN-Routers achten

Bei der Wahl des richtigen Routers sind vier Punkte besonders wichtig: 1) hohe Übertragungsraten für hohe Geschwindigkeiten sowie 2) intelligenter Kanalwechsel, für den Fall, dass sich bereits zu viele Geräte gleichzeitig den selben WLAN-Kanal nutzen. Darüber hinaus sollte der Router 3) Dual Band beherrschen. Das bedeutet, er sollte nicht nur 2.4 GHz (WLAN 802.11n), sondern auch den 5-GHz-Frequenzbereich (802.11ac) abdecken. Sogenanntes 4) Bandsteering sorgt hingegen dafür, dass der Router automatisch das schnellste Netz nutzt.

Wer zudem plant, sein gesamtes Haus oder auch einfach eine Wohnung von mehr 130 Quadratmeter per WLAN-Router mit Internet zu versorgen, dem sei ein Router mit Mesh-Netzwerk-Funktion. Was genau ein Mesh-Netzwerk ist und wie es funktioniert, das haben wir für Dich hier zusammengefasst: Was ist ein Mesh-Netzwerk?

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Trotz Wifi 6: Auch aktuelle WLAN-Router sind eine gute Investition

Hast Du Sorge haben, dass Dein Router bald schon vielleicht nicht mehr aktuell sein sollte? Diese Sorge ist allzu verständlich, zum Glück aber auch unbegründet. Alle genannten WLAN-Router werden Dir auch langfristig eine gute Investition sein. Zwar wurde erst kürzlich ein neuer Wifi-6- bzw. Wifi-6E-Standard verkündet. Und tatsächlich hat unter anderem AVM bereits den ersten Wifi-6-Router präsentiert. Allerdings operieren auch die neuen Wifi-6-Geräte auf den „alten“ Frequenzbändern 2.4 GHz bzw. 5 GHz. Bis es die ersten echten 6-GHz-Geräte gibt, wird es noch eine ganze Weile dauern.

Und: 6-GHz-fähige Geräte kommunizieren ausschließlich mit anderen 6-GHz-Geräten. Und die sind derzeit vor allem auf Client-Seite noch echte Mangelware. Ein neuer WLAN-Router mit 2.4-GHz- bzw. 5-GHz-Support ist also noch für lange Zeit eine gute Investition. Das Einzige, was aktuelle Wifi 6-Router Dir zu leisten vermögen: Geschwindigkeit. Ist die insbesondere dieser Punkt wichtig, weil Du vor allem dem aufwändigen Online-Gaming frönst, dann kann ein solcher Router für Dich natürlich interessant sein. Ansonsten kannst Du auch beherzt auf andere Router ausweichen.

WiFi 6: Auf der CES2019 präsentiert, doch noch wenige Geräte nutzen das 6-GHz-Frequenzband.
Der neuen Standard WiFi 6 (802.11ax) wurde bereits 2019 auf der CES präsentiert. Erste Router kommen auf den Markt.

Die besten WLAN-Router im Vergleichstest

Mittlerweile ist der Router aus keinem Haushalt mehr wegzudenken. Immer mehr Dienste basieren auf dem weltweiten Netz. Sei es der smarte Fernseher mit integrierten Streaming-Apps, Backup-Dienste für Deine Fotosammlung oder sogar die klassische Festnetztelefonie. Welcher Router eignet sich aber am besten für welche Situation? Kann ein Router auch als sogenannter Repeater, also als Signalverstärker genutzt werden? Zum Beispiel, um das Internet auch im ausgebauten Dachboden zu stabilisieren? Es gibt viele gute WLAN-Router. Aus diesem Grund haben wir uns einfach mal die aktuellen Angebote angeschaut und miteinander verglichen.

Google Nest Wifi: Mesh-WLAN-Router mit Repeater-Funktion

Der Google Nest Wifi ist ein WLAN-Router, der sich perfekt in Googles Ökosystem integrieren lässt. So erfolgt die Installation in der Google Home-App. Also genau dort, wo sich beispielsweise auch Smart Speaker sowie kompatible Geräte wie die Lampen von Philips Hue oder die Thermostate von tado° steuern lassen. So wird der Router gleichzeitig Teil Deines Smart Homes.

Drei Produkte der Google Nest Wifi-Serie nebeneinander in verschiedenen Farben.
Google Nest Wifi sorgt für ausgezeichnete WLAN-Abdeckung auf ca. 120qm Wohnraum.

Im Handumdrehen aufgesetzt, versorgt der WLAN-Router bis zu 100 Geräte in Deinem Zuhause mit Internet. Dank seiner Hardware-Voraussetzungen ist er im 2.4-GHz-Frequenzbereich hierbei wirklich stabil – Mesh-Netzwerkfunktion inklusive. Solltest Du ein Gerät lieber per Kabel anschließen wollen: der Google Nest Wifi verfügt über zwei 1-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse.

Hauptvorteil des Geräts sind zum einen die Sicherheitsupdates, die automatisch eingespielt werden. So bist Du stets vor virtuellen Gefahren geschützt. Zum anderen überzeugt das Gerät mit seinem Funktionsumfang. So lassen sich Netzwerkgeräte priorisieren, um sie jederzeit mit dem besten Signal zu versorgen. So kommt es auch während des Serien-Streaming am SmartTV nicht zu ungewollten Unterbrechungen. Benutzungszeiten sowie Inhaltssperren können mit dem WLAN-Router ebenfalls festgelegt werden. Damit auch der Nachwuchs sicher im Internet surfen kann.

Übrigens: Gemäß Google besteht der Nest Wifi aus bis zu 45 Prozent aus recyceltem Plastik.

Linksys Velop – WLAN-Router mit Tri-Band-Mesh-Netzwerk

Das Besondere an diesem WLAN-Router steckt bereits in seinem Namen. So bietet er neben der Mesh-Technologie auch insgesamt drei Frequenzbänder, um jederzeit zuverlässiges WLAN zu bieten. Hierbei befindet sich eines im Bereich 2.4 GHz sowie zwei im Bereich 5 GHz. Der Router wählt automatisch das schnellste Frequenzband.

Das Linksys Velop Tri-Band Mesh-WLAN-System auf einem Tisch neben einer Tasse
Das Mesh-System von Linksys ist einer der ersten offiziell für HomeKit zertifizierten Router.

Die Einrichtung des Geräts sowie dessen Steuerung erfolgt via Linksys Smartphone-App – sogar von unterwegs. So kannst Du auch vom Büro aus festlegen, wann welche Geräte wie lange mit dem Internet verbunden sein dürfen. Interessant: mit dem Alexa-Skill für Linksys kannst Du ein Gäste-WLAN sogar auf Zuruf aktivieren.

Der Linksys Velop eignet sich besonders für kleine Wohnungen sowie Studios. Dank der Mesh-Netzwerkfunktion können aber auch weitere Velop-Geräte eingebunden werden. In dem Fall sorgt die Mesh-Funktion dafür, dass der Router stets den optimalen Weg für die Datenpakete wählen kann – selbst dann, wenn mal ein Gerät oder ein Knotenpunkt ausfallen sollte. Videostreaming in 4K-Qualität auf mehreren Geräten gleichzeitig – kein Problem.

Übrigens: Mit Linksys Aware bietet das Unternehmen zusätzlich einen Dienst an, mit dem Du Dein Zuhause insgesamt überwachen kannst. Und dies ganz ohne Kameras oder smarter Sensoren. Der Linksys Velop WLAN-Router verfügt nämlich über die bereits integrierte Möglichkeit, Bewegungen zu detektieren. Sollte dies der Fall sein, während Du außer Haus bist, kann Dich der Router bei aktiviertem Linksys-Aware-Abo entsprechend informieren.

AVM FRITZ!Box 7590: Deine Telefonanlage mit Smart-Home-Funktion

Das Berliner Unternehmen AVM hat eines der bekanntesten Netzwerkgeräte überhaupt geschaffen: die FRITZ!Box. Als intelligente Telefonanlage samt Modem und Netzwerkrouter kannst Du sie sogar als Smart-Home-Zentrale und Medien-Server nutzen. Heute geht es aber natürlich um ihre Funktion als DSL- und WLAN-Router.

FRITZ!Box 7530 Wohnzimmer
Die richtige Position des WLAN-Routers ist das A und O für ein stabiles WLAN-Netzwerk bei Dir Zuhause.

Wie schon die Konkurrenz verfügt auch das WLAN der Marke FRITZ! über Mesh-Technologie. Befinden sich also mehrere FRITZ!DECT-Geräte oder FRITZ!Boxen im Haushalt, bauen sie automatisch ein Mesh-Netzwerk auf, um stets die schnellsten Übertragungsgeschwindigkeiten sicherzustellen. Dank Multivectoring erreicht die FRITZ!Box im Bereich 2.4 GHZ bzw. 5 GHz immerhin Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s. Dies macht sie auch für Familien sowie Haushalte mit vielen Netzwerkgeräten besonders interessant.

Doch nicht nur das. Wenn Du es bevorzugst, Deine Internet-Geräte lieber per Kabel anzuschließen, bietet der Router insgesamt vier Gigabit-LAN-Anschlüsse. Solltest Du also über eine Hue-Bridge bzw. eine tado°-Bridge verfügen, hat die FRITZ!Box auch perspektivisch ausreichend Kabelanschlüsse. Übrigens: Wer die FRITZ!Fon-App herunterlädt, kann das eigene Smartphone sogar als Festnetztelefon nutzen.

Netgear Orbi AC300: Stylischer Tri-Band-WLAN-Router

Entwickelt wurde der WLAN-Router von Netgear für noch schnelleres Internet ohne Unterbrechungen. So verfügt auch der Orbi AC300 verfügt über die Möglichkeit, gleich drei Frequenzbereiche zu nutzen. Auch hier befinden sich zwei dieser Bereiche im 5-GHz-Spektrum, ein weiteres im Bereich des 2.4-GHz-Frequenzbandes. Bei Bedarf können auch bis zu vier Geräte per LAN-Kabel angeschlossen werden.

NETGEAR Add-On für Orbi Satellite in weiss auf Kommode neben Sessel.
Das NETGEAR Add-On für Orbi Satellite erhöht die WLAN-Reichweite Deines Mesh-Netzwerks um weitere 125 m²

Gemäß Hersteller können bis 465 Quadratmeter von einem Netgear Orbi AC300 mit Internet versorgt werden. Auf Wunsch sogar per Alexa-Sprachbefehl. Besonders schön: verstecken muss sich der Router ebenfalls nicht. Dank seines stylischen Designs mit den blauen Akzenten macht er wirklich etwas her. Viel zu schade, um ihn einfach irgendwo in der Ecke verschwinden zu lassen.

Fazit: Die WLAN-Router im Vergleich

Für jeden Anwendungsbereich findest Du den passenden WLAN-Router. Der Google Nest Wifi sorgt automatisch für mehr Sicherheit dank seiner selbständigen Sicherheitsupdates sowie individuell festlegbarer Priorisierung sowie Nutzungszeiten.

Der Linksys Velop wie auch der Netgear Orbi AC300 sind ihrerseits die perfekte Wahl, wenn es darum geht, ein Mesh-Netzwerk zu erstellen, welches mit Dir mitwächst. So lassen sich beide beliebig erweitern und wählen selbständig zwischen drei Netzen, um Dir stets das schnellste Internet zu bieten. Beide sehen zudem sehr stylisch aus und machen auch auf der Kommode im Wohnzimmer eine gute Figur.

Wenn Du hingegen Geräte hast, die Du am liebsten per Kabel mit Deinem Router verbinden möchtest – die FRITZ!Box ist Deine Wahl. Mit ihr bekommst Du nicht nur einen Netzwerkrouter, sondern eine Telefonanlage sowie Smart-Home-Zentrale in einem.

  Google Nest Wifi Linksys Velop FRITZ!Box 7590 Netgear Orbi AC300
Frequenzbänder 2.4 und 5 GHz 2.4 und 5 GHz 2.4 und 5 GHz 2.4 und 5 GHz
Dual-Band / Tri-Band Dual-Band - 2x 2.4 GHz Tri-Band - 2x 5 GHz / 1x 2.4 GHz Dual-Band - 5 GHz / 2.4 GHz Tri-Band - 2x 5 GHz / 1x 2.4 GHz
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Abdeckung ca. 120 qm ca. 139 qm keine Angabe, bis zu 300 MBit/s ca. 125 qm
Anschlüsse 2x LAN 2x LAN / 2x WAN 4x LAN / 1x WAN / ISDN / USB 3x LAN / 1x WAN
Sprachsteuerung Google Assistant Alexa Nur für angeschlossene DECT!FRITZ-Produkte Alexa / Google Assistant
Besonderheit Teil Deines Smart Home Linksys Aware für mehr Sicherheit ISDN und DECT Sechs interne Hochleistungsantennen

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