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Home Assistant OS 18.3: Diese alten Bugs sind endlich weg

Home Assistant OS 18.3 klingt nach vielen kleinen Änderungen, ist aber vor allem eins: ein großes Aufräumen. Wir erklären, welche alten Bugs jetzt endlich verschwinden.

Liest Du die Release Notes von Home Assistant OS 18.3 ohne Kontext, wirken sie wie eine lose Ansammlung einzelner Punkte: Docker-Speicher, ein Raspberry-Pi-Fix, Bluetooth auf der Yellow, ein zusätzliches Dateisystem. Schaust Du genauer hin, erkennst Du ein Muster. Fast jede Änderung in diesem Release repariert etwas, das irgendwann schon einmal funktionierte und dann kaputtging. Home Assistant OS 18.3 ist kein Upgrade mit neuen Funktionen – es ist ein Aufräum-Release.

Warum ein Stromausfall eine Docker-Installation beschädigen kann

Das deutlichste Beispiel zeigt sich darin, wie Home Assistant mit seinem eigenen Docker-Speicher umgeht. Container-Images bestehen aus mehreren Schichten, die das System auspackt, bevor sie tatsächlich genutzt werden können. Dieses Auspacken passiert nicht in einem einzigen, unteilbaren Schritt. Fällt der Strom genau zwischen zwei Schreibvorgängen aus, bleibt eine halbfertige Schicht auf der Festplatte zurück – nicht vollständig genug, um zu funktionieren, aber auch nicht weg. Das Ergebnis: Eine Installation, die nach einem Stromausfall schlicht nicht mehr startet.

Dieses Risiko besteht, seit Home Assistant auf Docker läuft. 18.3 verkleinert es, indem ausgepackte Schichten sofort auf die Festplatte geschrieben werden – nicht erst zu einem späteren, weniger vorhersehbaren Zeitpunkt wie bisher. Je früher die Daten wirklich gesichert sind, desto kleiner das Zeitfenster, in dem ein Stromausfall noch Schaden anrichten kann.

Für die Fälle, in denen es doch schiefgeht

Bleibt eine Installation trotzdem beschädigt zurück, gibt es jetzt erstmals einen offiziellen Weg zurück: den Befehl „ha docker reset-storage“. Er löscht den Docker-Speicher beim nächsten Neustart vollständig und lädt anschließend alle Images für Supervisor, Core und Add-ons neu herunter. Deine eigenen Konfigurationen und Nutzerdaten bleiben dabei unangetastet.

Drei Dinge, die vorher schon funktionierten, funktionieren wieder

Der Rest des Releases bestätigt das Muster. Auf dem Raspberry Pi funktionierte die HDMI-Ausgabe auf Bildschirmen über 1920 mal 1080 Pixel zeitweise nicht mehr richtig – das ist jetzt behoben. Gleiches gilt für den Start von einer USB-SSD auf dem Raspberry Pi 3. Bluetooth auf dem Home Assistant Yellow ging speziell in Version 18.0 kaputt und funktioniert in 18.3 wieder normal.

Keine dieser drei Änderungen ist eine neue Funktion. Es handelt sich durchweg um Dinge, die Nutzer:innen bereits hatten, verloren haben und jetzt zurückbekommen.

Die einzige echte Neuerung: F2FS

Eine Änderung fällt aus diesem Muster heraus: Die Unterstützung für das Dateisystem F2FS ist jetzt auf allen unterstützten Plattformen gleichzeitig verfügbar. Das ist tatsächlich neu – allerdings nur für eine kleine Gruppe von Nutzer:innen relevant, die sich gezielt dafür entscheidet.

Was Du damit anfangen kannst

Home Assistant OS 18.3 lohnt sich vor allem, wenn Du in der Vergangenheit von einem der genannten Bugs betroffen warst oder einfach auf Nummer sicher gehen willst, bevor der nächste Stromausfall Deine Installation lahmlegt. Wer sich noch nicht sicher ist, welches System am besten zum eigenen Zuhause passt, findet einen Überblick in unserem Ratgeber Smart Home Systeme im Vergleich: Finde die perfekte Zentrale.

Mehr aktuelle Neuigkeiten rund um Home Assistant liest Du außerdem in unserem Artikel Apple Home Display verschoben, Aqara setzt auf Home Assistant.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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