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Aqara auf der IFA 2026: Sicherheit, Heizung und ein neuer Hub

Die echte Neuigkeit von Aqara steckt dieses Jahr in der Beleuchtung. Daneben zeigt die Marke ihren Stand für Sicherheit, Heizung und Energie – und der bestätigt vor allem, was Du schon heute kaufen kannst.

Aqara zeigt auf der IFA 2026 einen beeindruckenden Messestand: eine neue Video-Türklingel, eine Akku-Außenkamera mit Solarpanel, einen Heizkörperknopf, eine ganze Reihe Steckdosen, einen neuen Hub und ein Paket an Software-Updates. Die größte Neuigkeit der Marke liest Du hier allerdings nicht – die findest Du in unserem Artikel über Aqaras fünf neue Matter-Leuchten: eine Stehlampe, ein Einbauspot, eine Lichtleiste und zwei Außenlösungen, die erste echte Beleuchtungslinie der Marke. Darauf hat Aqara dieses Jahr sein Pulver verschossen.

Der Rest des Standes, um den es hier geht, ist gemischt. Manche Stücke sind wirklich neu, etwa zwei Prototypen, die wir weiter unten hervorheben. Ein großer Teil ist aber Hardware, die schon länger in unserem Sortiment steht und auf der Messefläche einfach in der Line-up mitläuft – auf einer Techmesse ganz normal: Du zeigst Deinen ganzen Stand, nicht nur die Neuheiten. Für Dich als Leser ist dieser Unterschied aber genau der zwischen „muss ich darauf warten“ und „kann ich das heute schon bestellen“.

Wir fassen zusammen: was schon kaufbar ist, und was wirklich neu ist.

Aqara IFA 2026: Was Du heute schon bestellen kannst

Die Doorbell Camera G400: eine kabelgebundene Türklingel mit 2K-Bild

Die Doorbell Camera G400 ist eine kabelgebundene, IP65-bewertete Türklingel mit 2K-Sensor und einem Kopf-bis-Fuß-Bild, versorgt über PoE oder Niederspannung (8 bis 24 Volt, AC oder DC). Genau dieses Kopf-bis-Fuß-Bild ist der Punkt, an dem viele Türklingeln scheitern: Du siehst das Gesicht des Zustellers, aber nicht das Paket, das er auf den Boden stellt. Objekterkennung läuft sowohl auf dem Gerät selbst als auch in der Cloud und erkennt Gesichter, Pakete und Tiere.

Was die G400 breit einsetzbar macht, ist die Integration: Sie funktioniert mit Apple Home inklusive HomeKit Secure Video, mit Alexa, Google Home, SmartThings und Home Assistant. Keines dieser Systeme wird bevorzugt.

Diese Kamera steht bei uns bereits im Sortiment, als Aqara Doorbell Camera G400 Select (Wired).

Die Radiator Thermostat W600: doppelte Protokollunterstützung

Die W600 steuert Deinen Heizkörperknopf sowohl über Thread als auch Zigbee an, hat eine smarte Zeitplanung an Bord und hält mit einem Satz Batterien zwei Jahre durch. Was sie breit einsetzbar macht, ist die Ventilkompatibilität: Sie passt auf RA-, RAV-, RAVL-, Caleffi-, Giacomini- und M28×1,5-Ventile und deckt damit so gut wie jeden Heizkörper ab, den Du in einem deutschen Haushalt findest.

Auch dieses Modell steht bereits bei uns, als Aqara Heizkörperthermostat W600 oder im 2er-Set, wenn Du mehrere Heizkörper ausstatten möchtest. Willst Du erst wissen, ob sich smarte Heizkörperknöpfe für Deine Situation lohnen, hilft Dir unser Vergleich smarter Heizkörperthermostate weiter.

Die H2-Serie: Steckdosen, die messen, was Du verbrauchst

Hier ist die Ankündigung differenzierter. Die H2-Serie umfasst ein Wall Outlet für UK, einen Power Plug für EU und UK, eine IP44-Außensteckdose für EU sowie als Prototyp eine Steckdosenleiste. Alle mit Thread- und Zigbee-Konnektivität, Matter-Unterstützung und Verbrauchsmessung für Automatisierungen auf Energiebasis.

Die EU-Version der normalen Wandsteckdose haben wir schon länger im Sortiment: die Aqara Wall Outlet H2 EU, auch als 2er-Set. Was für den deutschen Markt tatsächlich neu ist: Die IP44-Außensteckdose und die Steckdosenleiste stehen noch nicht in unserem Shop. Sobald sie verfügbar sind, ergänzen wir diesen Artikel.

Verbrauchsmessung ist übrigens kein reines Extra. Zu wissen, welches Gerät heimlich Strom frisst, ist genau der Punkt, an dem sich eine smarte Steckdose selbst bezahlt macht.

Die Hub M200: vier Protokolle in einem Gehäuse

Die Hub M200 funktioniert als Matter Controller, Thread Border Router, Zigbee-Bridge und 360-Grad-Infrarotsender zugleich. Sie kombiniert Thread, Zigbee, Dual-Band-WLAN, Ethernet, Bluetooth und Infrarot, um sowohl Aqara-Geräte als auch mehr als 50 Matter-Geräte anderer Marken einzubinden. Der Infrarotsender ist ein netter Bonus: Damit steuerst Du auch Deinen alten Fernseher oder Deine Klimaanlage, die selbst kein Matter oder Zigbee kennen.

Die M200 steht bereits bei uns als Aqara Hub M200 und ist damit einer der günstigsten vollwertigen Matter-Hubs, die wir verkaufen. Schwankst Du zwischen der M200 und der umfangreicheren Hub M3? Beide sind bei uns erhältlich. Und was ein Thread Border Router genau macht und wann Du überhaupt einen brauchst, erklären wir Dir in Was ist ein Thread Border Router.

Die zwei Dinge, die wirklich neu sind

Camera G510: Aqaras erste Akkukamera mit Solarpanel

Das ist ein Prototyp, und es ist das erste Mal, dass Aqara eine Akku-Außenkamera zeigt. Die G510 hat einen 10.400-mAh-Akku mit integriertem Solarpanel, was sie theoretisch komplett unabhängig von Steckdose oder Verkabelung macht. Außerdem bietet sie 2,5K-Auflösung, Farbnachtsicht und On-Device-KI, die Menschen, Fahrzeuge und Pakete unterscheidet.

Eine Kamera, die sich selbst über die Sonne auflädt, löst das häufigste Problem von Akkukameras: die lästige Erinnerung, sie zum Laden wieder von der Wand nehmen zu müssen. Solange sie genug Sonne abbekommt, musst Du gar nicht mehr daran denken. Preis oder Erscheinungsdatum sind noch nicht bekannt.

Home Station M410: ein lokaler Hub mit echtem Speicher

Auch das ist ein Prototyp – und vielleicht das interessanteste Stück der ganzen Ankündigung. Die M410 ist ein Sicherheits-Hub, der Reichweite und Akkulaufzeit von Aqara-Kameras verlängert und gleichzeitig als Matter-Hub für Aqara- und Fremdmarken-Geräte fungiert. Was sie auszeichnet, ist der Speicher: erweiterbar über Festplatte, SSD oder microSD.

Das ist genau die Richtung, die wir diese Woche häufiger gesehen haben – etwa bei den lokalen KI-Hubs von Anker und Ugreen. Aqara reiht sich jetzt in diesen Trend ein: Kamerabilder lokal verarbeiten und speichern, ohne monatliches Abo. Mit dem Unterschied, dass Aqara hier auf Deine eigene Festplatte statt auf einen fest verbauten Speicherchip setzt, was Du theoretisch so günstig oder großzügig gestalten kannst, wie Du möchtest.

Auch hier: noch kein Preis, noch kein Erscheinungsdatum.

Software: smarter ohne neue Hardware

Losgelöst von der Hardware nimmt sich Aqara auch die App vor, und das betrifft jeden, der bereits Aqara-Geräte zu Hause hat.

Die wichtigste Ergänzung ist der Soft Sensor, eine KI-basierte virtuelle Anwesenheitserkennung. Statt einen separaten Sensor zu kaufen, lässt Du Deine vorhandenen Geräte gemeinsam ableiten, ob jemand im Raum ist. Dazu kommt Automation 2.0 mit WENN-FALLS-DANN-Logik, was komplexere Routinen ermöglicht als die einfachen Wenn-dies-dann-das-Regeln von heute. Und es kommt lokale Steuerung übers LAN, ganz ohne Internetverbindung, was Deine Automatisierungen zuverlässiger macht, wenn Dein WLAN mal stottert.

Im Bildbereich wird die Cloud-Erkennung um das Erkennen von Flammen und Gesichtern erweitert, und Vision-Language-Modelle machen es möglich, Kamerabilder in normaler Sprache zu durchsuchen und Push-Benachrichtigungen mit einem passenden Schnappschuss zu verschicken. Nach „dem Moment, als der Zusteller das Paket vor der Tür abgestellt hat“ zu suchen, statt sich durch Stunden von Aufnahmen zu scrollen – das ist die Art Funktion, für die sich ein Abo lohnt.

Was das für Dich bedeutet

Die Lehre aus dieser Ankündigung ist nicht, dass Aqara wenig Neues zu bieten hat – das steckt einfach in der Beleuchtungslinie, die wir separat behandelt haben. Innerhalb dieser Kategorien, Sicherheit, Heizung und Energie, sind die zwei Prototypen aber wirklich interessant, vor allem die Home Station M410, wenn Du Dich schon jetzt mit lokalem Speicher beschäftigst. Wer nach dieser News aber denkt, er müsse auf alles warten, liegt meistens falsch: Die Türklingel, der Heizkörperknopf, die Steckdose und der Hub, die hier gezeigt werden, liegen bei uns schon auf Lager.

Willst Du jetzt mit Aqara starten oder erweitern, ist das schon heute möglich. Neugierig auf die Beleuchtungslinie? Die findest Du in unserem Artikel über Aqaras neue Smart Lights. Und das komplette Sortiment, von Sensoren bis Schlössern und von Hubs bis Heizung, findest Du auf der Aqara-Markenseite bei tink.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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