Ladezubehör

Ladezubehör

Zum Laden Deines E-Autos bieten sich im Alltag erstaunlich viele Möglichkeiten. Bei so viel Auswahl ist das richtige Ladezubehör entscheidend. Das passende Ladekabel, ein nützlicher Adapter auf Reisen oder spezielle Manipulations- und Diebstahlsicherungen per RFID oder einem separaten Schloss – die Auswahl ist vielfältig.

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Mode 2-Ladekabel

Damit Du zu Hause ein optimales Ladeergebnis erzielst, sollte das Zubehör in der Lage sein Dich über Nacht mit wenigstens 100 Kilometern zu versorgen. Über die herkömmliche Steckdose würde die bereitgestellte Ladung pro Stunde einer elektrischen Reichweite von ungefähr 11 Kilometern entsprechen. Etwas schneller arbeitet das Ladekabel in Kombination mit Deiner Wallbox. Hier sind pro Stunde rund 30 Kilometer realistisch.

Welche Ladekabel gibt es?

Nicht immer wird das passende Ladekabel mit dem neuen Elektroauto zusammen ausgeliefert. Kein Wunder, denn bei so vielen verschiedenen Standards ist das richtige Kabel vom Einsatzgebiet abhängig. Welche Kabel und Standards es gibt, erfährst Du hier.

Mode 2-Ladekabel

Das Mode-2-Kabel wird häufig ab Werk mitgeliefert und passt zu handelsüblichen Haushaltssteckdosen. Damit bieten diese Kabel den einfachsten Einstieg in die verschiedenen Ladevarianten. Dafür hat das Kabel an der einen Seite einen herkömmlichen Schukostecker für die Steckdose, an der anderen befindet sich der richtige Stecker zu Deinem E-Auto – in der Regel ein Typ-2-Stecker. Beim Laden bleibt Dir auch genügend Zeit, Deine eigenen Batterien wieder mit Entspannungsenergie aufzuladen. Die voraussichtliche Ladedauer für Dein Elektrofahrzeug – am 230-Volt-Stromnetz mit 2,3 Kilowatt – dauert nämlich mehrere Stunden.

Mode 3-Ladekabel

Mode 3 hingegen funktioniert viel schneller und erzielt einen wesentlich höheren Wirkungsgrad. Dauert Dir das Laden an der normalen Haushaltssteckdose zu lange, reduzierst Du die Ladezeit zu Hause mit einer Wallbox. Eine fest installierte Wandladestation kann Energie mit einer wesentlich höheren Ladeleistung als eine handelsübliche Haushaltssteckdose liefern – statt 2,3 kW bis zu 22 kW. Das Mode 3-Ladekabel ist hierfür die richtige Schnittstelle und bringt die Energie auch entsprechend schnell in den Akku.

Das richtige Ladekabel für Deine Wallbox

Wallbox und Ladekabel müssen zueinanderpassen, um die volle Ladegeschwindigkeit zu erreichen. Denn die optimale Ladezeit erzielst Du nur, wenn alle Komponenten identische Leistungsmerkmale aufweisen. Sonst sorgt das schwächste Glied in der Ladekette für einen Flaschenhals-Effekt. Ist Dein E-Auto dafür ausgelegt mit bis zu 22 kW aufgeladen zu werden und bietet die Wallbox dieselbe Leistung, muss auch das Ladekabel dafür ausgelegt sein.

Welcher Steckertyp ist der richtige?

In der Elektromobilität haben sich schon einige Normen und Standards durchgesetzt. Zwar gibt es viele unterschiedliche Hersteller, doch das Kabelsystem ist seit 2014 in Europa einheitlich genormt. Das Steckersystem erfordert aber Genauigkeit, sonst passt womöglich der Stecker Deines E-Autos nicht mit der Ladeinfrastruktur zusammen. Im folgenden Abschnitt findest Du die gängigen Steckertypen und erfährst, welcher der richtige für Dich ist.

Typ-1-Stecker

Der Typ 1-Stecker ist für den einphasigen Gebrauch konzipiert und erlaubt eine Ladeleistung bis 7,4 kW bei 230 V und maximal 32 A. Dieser Standard wird vor allem von asiatischen Herstellern bei ihren Fahrzeugen verbaut, ist aber in Europa eher unüblich. Daher gibt es kaum Ladestationen mit fest angebrachtem Typ 1-Ladekabel.

Typ-2-Stecker

Der Typ 2 – auch MENNEKES-Stecker genannt – ist ein dreiphasiger Stecker nach europäischem Standard. Während im privaten Bereich Ladeleistungen von bis zu 22 kW bei 400 Volt und maximal 32 Ampere gängig sind, bieten öffentliche Ladestationen eine Ladeleistung von bis zu 43 kW bei 400 V und 63 Ampere an. Ein sehr hoher Prozentsatz der gesamt verfügbaren öffentlichen Ladeinfrastruktur ist mit einem Stecker vom Typ 2 ausgestattet. Ein zusätzlicher Nutzen des Typ 2 gegenüber dem Typ 1: Diesen Ladestecker verriegelst Du sowohl am Fahrzeug als auch an der Station. Dazu schließt Du Dein E-Auto einfach ab. So ist der Stecker fixiert und sowohl mit dem Fahrzeug als auch mit der Station verbunden. Während des gesamten Ladevorgangs kannst Du Dich entspannt und ohne Probleme von Deinem Elektrofahrzeug entfernen.

Gut kombiniert – Mode 3 & Typ 2

Dies ist die gängigste Kombination für die öffentlichen Ladestationen. Für europäische E-Autos benötigst Du in der Regel ein Mode-3-Ladekabel mit zwei Sicherheitssteckern vom Typ 2. Für amerikanische oder asiatische Fahrzeuge mit Typ-1-Anbindung verwendest Du ein anderes Ladekabel, nämlich ein Mode-3-Lademodul mit Typ 2 auf Typ 1.

Alternative Steckertypen

Combo-Stecker CCS

Der CCS-Stecker gilt als Ergänzung zum Stecker-Typ 2 und hat mit zwei zusätzlichen Leistungskontakten eine Schnellladefunktion. Er unterstützt das DC- und AC-Laden (Gleichstrom- und Wechselstromladen) mit bis zu 170 kW Ladeleistung. Die meisten Ladestationen bieten lediglich eine Nennladeleistung von rund 50 kW.

CHAdeMO-Stecker

Dieses japanische Steckersystem erlaubt es Dir, mit einer maximalen Ladeleistung von 100 kW Schnellladungen durchzuführen, Einzelfälle bieten sogar 400 kW und mehr. Häufig findest Du diesen Steckertyp in asiatischen Fahrzeugen. Fahrzeuge von Citroën, Nissan, Honda, Mitsubishi, Kia, Mazda, Subaru, Mazda, Toyota und mit Adapter auch jene Modelle von Tesla sind mit diesem Steckertyp kompatibel. Für europäische Fahrzeugproduktionen asiatischer Automobilhersteller ist allerdings ein Ende dieses Steckertyps absehbar. In E-Autos kommender Generationen werden voraussichtlich nur mehr CCS-Stecker verbaut.

Der Ladestandard wird hauptsächlich von Kia, Nissan und Mitsubishi genutzt sowie optional bei einigen baugleichen französischen Fabrikaten. Dieser Standard bietet sich als einziger für bidirektionales Laden an.

Adapter

Mit zusätzlichen Adaptern wird das Einsatzgebiet mobiler Ladestationen schnell und einfach weltweit erweitert. Ob an standardisierten Schuko-Haushaltssteckdosen, dem in Italien gängigen Typ L-Anschluss oder dem in Großbritannien und Irland verbauten Typ G-Anschluss – die Adapter kommen in unterschiedlichen Ausführungen und ermöglichen mobiles Laden an nahezu jedem Steckdosentypen.

Sicherheitsschlösser & RFID-Karten

Sofern sich kein Sicherheitsschlüssel an Deiner Wallbox befindet, sorgt ein zusätzliches Zahlenschloss für einen einfachen, aber sehr effektiven Diebstahlschutz. Die Schlinge vom Sicherheitsschloss passt exakt in die Aussparung des Überwurfrings sämtlicher Adapter oder Verlängerungskabel. Nach Anbringen ist es ausgeschlossen, dass dieser ausgelöst wird – damit verhinderst Du, dass dieser von Dritten zurückgezogen werden kann.

Ein RFID-System eignet sich optimal für halböffentliche Ladestationen, ist aber ebenso für den privaten Gebrauch denkbar. Hotelparkplätze, Parkhäuser oder Firmengelände – alle darauf befindlichen Ladestationen bieten einer größeren Anzahl von Besuchern ihre Dienste an. Aufladen darf allerdings nur, wer entweder einen entsprechenden Schlüssel für die Ladesäule hat oder über ein gesondertes Zutrittssystem verfügt. Eine Authentifizierung mittels RFID erleichtert den Registrierungs- und Freischaltprozess.

Die automatische Identifizierung erfolgt kontaktlos über die Chipkarte. Hältst Du sie über den Reader, funktioniert die Erteilung der Zutrittsberechtigung binnen weniger Sekunden. Ein tolles System mit modernen Features, doch für den privaten Gebrauch nicht zwingend notwendig

Ladebeschleuniger

Mit einem Ladebeschleuniger profitiert Dein einphasiges E-Auto von einem besseren Wirkungsgrad und ist schneller startklar. Der Ladebeschleuniger zieht in zwei unterschiedlichen Phasen Leistung und gibt sie einphasig wieder ab. So generierst Du höhere Ladeleistungen und hältst gleichzeitig die kritische Schieflast bei ungleichmäßiger Belastung in Balance. Das Gerät verhindert Lastspitzen in einzelnen Stromleitungen, wie Du sie zu Hause vorfindest. Da die Energiezufuhr mangels Kapazität begrenzt ist, können bei höheren Leistungsbezügen die Sicherungen rausfliegen.

Nutzt Du gleichzeitig Waschmaschine, Ofen und Dein Ladekabel, wird die Belastung zu groß. Mit dem Ladebeschleuniger lässt sich dieser Engpass einfach beheben – ideal bei geringem Phasenstrom von bis zu 16 Ampere.

Wandhalterungen

Mit einer Wandhalterung bekommen Wallboxen und Ladekabel einen festen Platz in der Garage oder im Haus und werden ordentlich verstaut. Die Montage ist einfach und innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Du hast die Wahl zwischen einer Wandhalterung mit oder ohne Diebstahlsicherung – in Gemeinschaftsgaragen oder Carports durchaus empfehlenswert.

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