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Schimmel vorbeugen – Ärger sparen

Tapete mit Schimmelbefall

Schimmel. Wenn man ihn bemerkt, ist es zu spät und der Ärger ist vorprogrammiert. Schimmel in den eigenen vier Wänden zu beseitigen bedeutet ein Ringen mit dem Vermieter – oder den Gang zum Baumarkt und das intensive Schrubben der verschimmelten Wand. Ich kenne das nur zu gut. Vor sieben Monaten habe ich genau diesen Fall durchgespielt. In meiner Wohnung entdeckte ich hinter der schönen anthrazitfarbenen Couch ein Geflecht aus grünen Schimmelsporen. Leider hat sich das Geflecht nicht nur mit der Tapetenoberfläche begnügt, sondern ist tief in den Gewebsstoff eingedrungen. Als ich das sah, lernte ich gleich eine wichtige Lektion: Ab und an mal Wandschränke und Sofas vorschieben, um dem Schimmel frühzeitig vorzubeugen. Wie sich vom Gutachter herausstellte, war das aber nur Teil der Ursache.

Die modernen Fenster waren schuld..

Natürlich habe ich gleich den Vermieter kontaktiert. Zwar stecken wir im Moment mitten in der DIY-Bewegung – Smart Home ist da keine Ausnahme – aber circa zwei Quadratmeter fein durch geschimmelte Tapete war mir zu viel des Guten.

Der Vermieter war nach Kontaktaufnahme erwartungsgemäß wenig begeistert von meinem Schimmelproblem. Er hat aber eingesehen, dass wir einen Schimmel Gutachter engagieren sollten. Zu dem Schluss kam er, nachdem ich mich vehement weigerte, die gesamten Schimmelentfernungskosten aus eigener Tasche zu bezahlen.

Wohnzimmer

Der Gutachter war glücklicherweise auf meiner Seite. Die modernen Fenster waren eine der Hauptursachen für den Schimmelbefall. Noch dazu fallen sie sehr klein aus, wodurch das Lüften erschwert wird. Sie sind geschlossen so dicht, dass eine natürliche Zirkulation durch die Fugen nicht stattfindet. Es pfeift in deutschen Haushalten nicht mehr wie noch vor 20 Jahren. Hinzu kommt, dass die Mietwohnung relativ klein ist. Alle Ausdünstungen wie nasse Wäsche, sowie Wasserdampf beim Kochen und beim Lüften, ziehen aufgrund der kleinen Fenster schlecht ab. Schlussendlich einigte ich mich mit dem Vermieter auf ein Drittel Eigenbeteiligung. Denn zugegeben. Das Protokoll, wie oft ich in den vergangenen Monaten seit Einzug gelüftet habe, ist mir abhanden gekommen…

Im Smart Home Schimmel vorbeugen

Der Gutachter meinte außerdem noch etwas anderes: Den Schimmel kann man entfernen. Die Gefahr, dass er sich nochmals ausbreitet, ist in meiner Mietwohnung aber relativ hoch. Also hat sich mein Vermieter gleich für das Komplettpaket entschieden. Das gesamte Wohnzimmer wurde mit spezieller Antischimmel Farbe bestrichen.

Netatmo Wetterstation Frontansicht

Darauf ankommen lassen möchte ich es in Zukunft trotzdem nicht. Aus unserem Büro habe ich mir direkt eine Netatmo Wetterstation gekrallt und das Innenmodul installiert. Es ist mit einem Luftfeuchtigkeitssensor ausgestattet, welcher mich benachrichtigt, sobald die Luftfeuchtigkeit über 65% steigt (der Normalwert sollte zwischen circa 40 und 70 % liegen). Das passiert in meinem Fall häufig, wenn der Wäscheständer voll belegt ist oder ich Nudeln koche. Eine Push-Benachrichtigung aus der Netatmo Weather App macht mich ganz automatisch auf die zu hohe Luftfeuchtigkeit aufmerksam. Dann reiße ich die Fenster auf und warte, bis die Feuchte wieder auf ein erträgliches Niveau sinkt.

Wenn Lüften nichts hilft

Bis jetzt bin ich mit meiner Lösung sehr zufrieden. Natürlich findet man auch andere Geräte, die die Luftfeuchtigkeit messen. Herkömmliche Luftfeuchtigkeitssensoren sind günstiger, benachrichtigen einen aber dementsprechend nicht. Außerdem behält die Netatmo Wetterstation noch einen anderen Vorteil parat, falls das Lüften alleine nicht hilft und ein Luftentfeuchter notwendig wird:

Logo von IFTTT

IFTTT Beispiel AppletÜber die App IFTTT lässt sie sich unter anderem mit der Smart Home Steckdose von D-Link koppeln. Zwei schnell einstellbare Wenn-Dann Beziehungen aktivieren und deaktivieren den angeschlossenen Luftentfeuchter automatisch. Auf diese Weise hat man seine Schimmelvorbeugung noch schnell in die Hausautomatisierung eingebaut.

Ich bin gespannt, ob ich in Zukunft nochmal Ärger mit Schimmel bekomme. Mit meiner Smart Home Konstellation bleibe ich bis dahin optimistisch.